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Heutige Dichter. 379
welche die Folge davon waren, haben eine neue Ordnungder Dinge herbeigeführt.
Der Zucker, der Kaffee, der Thee, die Chocolade, dieLiköre, und die verschiedenen Mischungen, welche davonherstammen, haben aus dem guten Essen ein zusammenge-setztes Ding gemacht, von welchem der Wein nur einemehr oder minder nothwendige Nebensache bildet, denn derThee kann beim Frühstück den Wein sehr wohl ersetzen*).
Den Dichtern unserer Tage ist also eine weitere Lauf-bahn geöffnet; sie können das Tafelvergnügen besingen,ohne sich nothwendig im Fasse ersäufen zu, müssen, undmanche niedliche Gedichte haben schon die neuen Schätzebesungen, womit die Feinschmeckerei sich bereichert hat.
Wie Andere habe ich die Liederbücher geöffnet undmich an dem Dufte dieser leichten Opfer ergötzt, aber wäh-rend ich die Ilülfsquellen des Talentes bewunderte und dieHarmonie der Verse kostete, fand ich noch eine ganz be-sondere Befriedigung darin, zu sehen, dass alle Dichter sichmeinem beliebten Systeme unterordnen, denn die meistendieser niedlichen Verse sind für den Tisch, bei Tisch undnach Tisch geschaffen worden.
Ich hoffe, dass geschickte Werkmeister den Theil mei-nes Gebietes ausbeuten werden, den ich ihnen überlasse, undich begnüge mich in diesem Augenblicke meinen Leserneine kleine Auswahl nach Gutdünken gesammelter Stückezu bieten, die ich mit sehr kurzen Anmerkungen begleite,damit man sich nicht über die Gründe meiner Wahl denKopf zerbrechen möge.
Lied des Demokares beim Feste des Denias.
Dieses Lied stammt aus der Keise des jungen Anachar-sis, dieser Grund genügt.
*) Die Engländer und Holländer essen zum Frühstück Brot,Butter, Fisch, Schinken, Eier, Fleisch und trinken nur Thee dazu.
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