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Physiologie des Geschmacks oder Physiologische Anleitung zum Studium der Tafelgenüsse
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Eecept.

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mir das für mein höheres Alter vor, wenn Gott mir so langedas Leben schenken will."

Die Zeit war während dessen verflossen und es schlugsechs Uhr. Madame Recainier stieg deshalb schnell inihren Wagen, denn sie hatte einige Freunde zum Essen,unter welchen auch ich war. Sie kam ihrer Gewohnheitgemäss spät, aber sie kam doch, und war noch ganz aufge-regt von dem, was sie gesehen und gerochen hatte.

Während des ganzen Essens war nur von dem Speise-zettel des Pfarrers und namentlich von seinem Eierkuchendie Rede.

Madame Recamier lobte ihn so sehr in Bezug auf seineGrösse, seine Rundung, sein Ansehen; — ihre Angabenwaren so bestimmt, dass man allgemein zugab, er müssevortrefflich gewesen sein. Es war eine wirkliche sinnlicheGleichung, die Jeder nach Kräften aufzulösen suchte.

Nachdem dieser Gegenstand der Unterhaltung erschöpftwar, ging man zu andern über und dachte nicht weiterdaran. Ich aber in meiner Rolle als Verbreiter nützlicherKenntnisse glaubte eine ebenso gesunde als angenehmeSpeise aus dem Dunkel hervorziehen zu sollen. Ich beauf-tragte also meinen Koch, sich das Recept bis in die kleinstenEinzelheiten zu verschaffen, und gebe es um so lieber, alsich es bis jetzt noch in keinem Kochbuche fand.

Zubereitung des Thunfisch-Eierkuchens.

Man nehme für sechs Personen zwei wohlgewascheneKarpfenmilcher, die man durch fünf Minuten langes Ein-tauchen in kochendes Salzwasser weiss macht.

Man nehme frischen Thunfisch, gross wie ein Hühnerei,dem man eine kleine in Atome gehackte Chalotte zufügt.Man hacke die Milcher und den Thunfisch zusammen, umsie vollständig zu mischen, und thue das Ganze in eineCasserolle mit einem gehörigen Stücke guter frischer Butter,

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