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Mittelalter.
uige durch Luxusgesetze ihnen Zaum und Zügel anlegenzu müssen glaubten, die ganz dasselbe Schicksal hatten, wiedie von griechischen und römischen Gesetzgebern erlassenen ;man lachte, umging und vergass sie, und sie erhielten sichnur in den Büchern als geschichtliche Denkmale.
Man lebte also so gut man nur konnte, namentlich inden Abteien, Klöstern und Meiereien, weil die Reichthümerdieser Kirchengüter den Wechselfällen und Gefahren derBürgerkriege , die damals in Frankreich wütheten, wenigerausgesetzt waren.
Da es nun einmal feststeht, dass die Französinnen sichstets mehr oder minder um das bekümmerten, was in ihrenKüchen vorging, so darf man daraus schliessen, dass dieunzweifelhafte Ueberlegenheit, welche die französischeKüche stets in Europa hatte, grösstentheils ihr Werk ist,zumal da sie diese Ueberlegenheit einer ausserordentlichenAnzahl feiner, leichter und anmuthiger Zubereitungen ver-dankt, welche nur die Frauen erfinden konnten.
Ich sagte, dass man so gut lebte, als man nur konnte,aber man konnte nicht immer. Sogar die Abendessen un-serer Könige waren oft dem Zufall unterworfen, und wäh-rend der Bürgerkriege bekanntlich nicht immer gesichert.Heinrich IV. hätte eines Abends sehr mager gespeist, wenner nicht den Bürger zu seiner Tafel zugezogen hätte, derden einzigen Truthahn in dem Städtchen besass, wo derKönig übernachten sollte.
Inzwischen schritt die Wissenschaft unmerklich fort.Die Kreuzritter brachten aus den Ebenen von Askalon dieChalotte; die Petersilie ward aus Italien eingeführt, undschon lange vor Ludwig IX. hatten die Schweinemetzgerund Wurstmacher auf die Zubereitung des Schweines ihreHoffnungen auf Vermögensgewinnung gesetzt, Hoffnungen,von deren Erfüllung wir in unsern Zeiten glänzende Bei-spiele gesehen haben.
Die Pastetenbäcker hatten nicht geringere Erfolge unddie Producte ihrer Industrie spielten bei allen Festmahlen