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Physiologie des Geschmacks oder Physiologische Anleitung zum Studium der Tafelgenüsse
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Zulassung der Frauen.

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seine Domänen dem Luxus seiner Tafel Vorschub leistenkönnten.

Die Feste nahmen unter diesem Fürsten und seinenNachfolgern einen galanten und ritterlichen Anstrich an,die Damen verschönerten den Hof, sie vertheilten die Preiseder Tapferkeit, und der Fasan mit vergoldeten Füssen, derPfau mit ausgebreitetem Schweife wurde von goldstrotzen-den Pagen oder von lieblichen Jungfrauen, bei welchen dieUnschuld die Sucht zu gefallen nicht ganz ausschloss, aufdie Tafeln der Fürsten getragen.

Bemerken wir uns, dass dies das dritte Mal war, dassdie Frauen, die bei den Griechen, den Römern und denFranken ausgeschlossen waren, berufen wurden, die Fest-mahle durch ihre Anwesenheit zu zieren. Die Ottomanenallein haben dem Rufe der Geselligkeit noch Widerstandgeleistet, aber entsetzliche Stürme bedrohen dieses ungefügeVolk, und es werden keine dreissig Jahre vorübergehen, be-vor die Donnerstimme der Kanonen die Emancipation derOdalisken verkündet hat.

Die einmal in Fluss gesetzte Bewegung pflanzte sichbis auf uns fort und wurde durch den Stoss der Geschlechts-folgen stets beschleunigt.

Selbst die höchst gestellten Frauen beschäftigten sich imInnern ihrer Häuser mit der Zubereitung feiner Speisen, undbetrachteten dies als einen Theil der Pflicht der Gastfreund-schaft, die in Frankreich noch gegen das Ende des 17. Jahr-hunderts herrschte.

Die Nahrungsmittel erhielten unter ihren niedlichenHänden manche seltsame Verkleidung. Der Aal erschienmit dem Giftstachel der Schlange, der Hase mit Katzenohrenund was dergleichen Schnurren mehr waren. Sie brachtendie Gewürze in Aufnahme, welche die Venetianer aus demOrient bezogen, so wie die Riechwasser, welche Arabienlieferte und der Fisch wurde zuweilen in Rosenwasser ge-kocht. Der Tafelluxus bestand namentlich in der Mengeder Speisen, und die Dinge gingen so weit, dass unsere Kö-

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