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Buhe.
Siebzehnte Betrachtung.Von der Rune.
83. Der Mensch kann nicht fortwährend thätig sein;die Natur hat ihn nur zu unterbrochener Existenz bestimmt;seine Auffassungen müssen nach einiger Zeit aufhören. DieZeit der Thätigkeit kann verlängert werden durch den Wech-sel und die Natur der Empfindungen, die der Körper er-hält; aber die fortdauernde Thätigkeit erzeugt das Bedürf-niss nach Buhe. Die Buhe führt zum Schlafe und derSchlaf erzeugt Träume.
Hier finden wir uns an den Grenzen der Menschheit;der schlafende Mensch ist nicht mehr ein gesellschaftlichesWesen; das Gesetz beschützt ihn, befiehlt ihm aber nichtmehr.
Ich will hier eine merkwürdige Thatsache erwähnen, diemir von Dom Duhaget, einst Prior der Karthause vonPierre-Chätel erzählt wurde.
Dom Duhaget stammte aus einer guten Familie aus derGascogne; er hatte mit Auszeichnung gedient und warzwanzig Jahre lang Infanterie-Hauptmann, er war Bittervom Orden des heiligen Ludwig. Ich habe keinen sanfteren.frommeren und liebenswürdigeren Erzähler kennen gelernt.
Wir hatten, sagte er, in N., wo ich Prior war, ehe ichnach Pierre-Chätel kam, einen Mönch von melancholischemWesen, düsterer Gemüthsart, der als Nachtwandler bekanntwar.
Zuweilen verliess er bei seinen Anfällen seine Zelle undkehrte wieder zurück; zuweilen verirrte er sich, so dass manihn zurückführen musste. Man hatte jhn ärztlich unter-sucht und behandelt; die Anfälle waren seltener gewordenund man gab nicht mehr darauf Acht.