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Physiologie des Geschmacks oder Physiologische Anleitung zum Studium der Tafelgenüsse
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Jagiluiahl.

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Der kräftigste Jäger fühlt nach einigen Stunden dasBedürfniss nach Ruhe; der Morgenwind hat seine Wangegekühlt; seine Geschicklichkeit hat bei Gelegenheit nichtgefehlt; die Sonne erreicht ihren Höhepunkt; der Jäger ruhtalso einige Stunden, nicht aus Uebermaass der Ermüdung,sondern aus jenem instinktmässigen Antriebe, der uns be-nachrichtigt, dass unsere Thätigkeit nicht unendlich seinkann.

Der Schatten lockt ihn an; er lässt sich auf dem Rasennieder und das Gemurmel der benachbarten Quelle lädt ihnein, dort die Flasche zu kühlen, die ihn laben soll*).

So gelagert, zieht er mit ruhigem Vergnügen die kleinenBrote mit golden er Kruste und das kalte Huhn hervor, das einebefreundete Hand ihm in die Waidtasche gesteckt hat, undlegt das Stück Käse daneben, welches als Nachtisch die-nen soll.

Bei diesen Zurüstungen ist der Jäger nicht allein; dastreue Thier, das der Himmel für ihn geschaffen hat, begleitetihn; der Hund betrachtet liebreich seinen Herrn; die gemein-schaftliche Arbeit hat beide vereinigt, es sind zwei Freundeund der Diener ist zugleich glücklich und stolz, der Gastseines Herrn zu sein.

Sie haben einen Appetit, der Weltkindern und Frommengleich fremd ist; den ersteren, weil sie dem Hunger dieZeit zur Ankunft nicht lassen; den letzteren, weil sie nieGeschäfte treiben, die hungrig machen.

Die Ruhe ist mit Genuss beendet; Jeder hat sein Theilerhalten; Alles ist ruhig und friedlich vor sich gegangen.Warum sollte man nicht einige Augenblicke schlummern?Die Mittagstunde ist eine Ruhestunde für die ganze Schöpfung.Dies Vergnügen wird verzehnfacht, wenn einige Freundees theilen; denn in diesem Falle bringt man ein reicheresMahl in jenen Soldatenfutteralen, die jetzt sanfteren Zwecken

*) Ich empfehle den Jägern weissen "Wein; er widersteht besserdem Schütteln und der Hitze und löscht den Durst besser.