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Physiologie des Geschmacks oder Physiologische Anleitung zum Studium der Tafelgenüsse
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Tafelvergnügen.

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bezieux, bis zum Platzen mit Trüffeln gefüllt und ein wahresGibraltar von einer Strasburger Gänseleberpastete.

Diese Erscheinung brachte auf die Gesellschaft eine sicht-bare Wirkung hervor, die sich ebenso schwer beschreiben lässt,als das stille Lachen von Cooper — ich sah wohl, dass manBeobachtungen anstellen könne.

In der That schwieg die Unterhaltung wegen Ueberfülleder Herzen; die allgemeine Aufmerksamkeit richtete sichauf die Geschicklichkeit der Vorschneider, und nachdem dieTeller vertheilt waren, sah man nach und nach auf allenGesichtern das Feuer des Verlangens, die Verzückung desGenusses und die vollkommene Ruhe der Glückseligkeit.

Vierzehnte Betrachtung.Vom Tafelvergnügen.

71. Unter allen fühlenden Wesen, welche den Erdballbewohnen, hat der Mensch ohne allen Zweifel am meistenLeiden zu erdulden.

Die Natur hat ihn ursprünglich durch die Nacktheitseiner Haut, die Gestalt seiner Füsse und durch den Triebzu Krieg und Zerstörung, der die Menschengattung überallhin begleitet, zu Schmerzen verdammt.

Die Thiere sind von diesem Fluche nicht betroffen wor-den, und ohne jene Kämpfe, welche der Begattungstrieb er-zeugt, wäre den meisten Arten der Schmerz unbekannt; derMensch dagegen, der nur flüchtig und mittelst wenigerOrgane das Vergnügen geniessen kann, kann zu jeder Zeitund in allen Körpertheilen ungeheuren Schmerzen ausge-setzt sein.