Apjiefcit der Verbündeten. 125
setzen und so all' jenes Unheil herbeiführen würden, das einLand ohne baares Geld und ohne Mittel, sieh welches zuverschaffen, bedrückt.
„Ach Gott!" seufzten viele brave Leute, wenn sie den fata-len Geldkarren sahen, der sich täglich in der Vivienne-Strassefüllte — „ach Gott! Da wandert unser Geld aus! NächstesJahr wird man sich vor einem Thaler auf die Kniee werfen!Wir fallen in den jammervollen Zustand eines Bankeruttirers;keine Unternehmung wird glücken, man wird nirgends Geldfinden; Auszehrung, bürgerlicher Tod wird die Folge sein!"
Die Ereignisse straften diese Schreckgebilde der PhantasieLügen. Zum grössten Erstaunen aller Finanzmänner geschahes, dass die Zahlungen unschwer geleistet wurden, derCredit wuchs, die Anleihen gierig gezeichnet wurden unddass während der ganzen Zeit dieser übermässigen Geld-abführung der Wechselcours, jenes untrügliche Barometerdes Geldumlaufes, zu unseren Gunsten stand — mit anderenWorten, man hatte den untrüglichen Beweis, dass mehr Geldnach Frankreich eingeführt als ausgeführt wurde.
Welche Macht kam uns zu Hülfe? Welche Gottheitbewirkte dies Wunder? — Die Feinschmeckerei!
Als die Briten, die Germanen, die Teutonen, die Cim-bern und die Scythen in Frankreich einbrachen, brachten sieeine seltene Esslust und Mägen von ungewöhnlichem Kalibermit.
Sie begnügten sich nicht lange mit der Hausmanns-kost, welche ihnen eine erzwungene Gastfreundschaft vor-setzte; sie lechzten nach feineren Genüssen; bald war dieHauptstadt nur ein ungeheurer Speisesaal. Sie assen, dieseEindringlinge, in den Gasthöfen und Kestaurationen, in denKneipen, Pinten und Schoppenwirthschaften, ja selbst in denGassen.
Sie füllten sich mit Fleisch, Fischen, Wildpret, Trüffeln,Pasteten und besonders mit Früchten.
Sie tranken mit einer Gier, die ihrem Appetit gleichkam,und verlangten stets die feinsten Weine, weil sie bei diesen