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Physiologie des Geschmacks oder Physiologische Anleitung zum Studium der Tafelgenüsse
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Macht der Feinsckrneckerei.

Fortsetzung.

56. Die Feinschmeekerei eröffnet dem Staatsschatzebedeutende Hülfsmittel; sie nährt die Duanen, die Octroisund die iudirecten Steuern. Alles, was wir verzehren, zahltSteuer und es gibt keine Staatscasse, die' nicht iu derFcinselmieckerei ihre Hauptstütze fände.

Sollen wir von dem Schwärm von Köchen roden, die seitmehren Jahrhunderten beständig aus Frankreich auswan-dern, um ausländische Feinschmecker zu befriedigen? Denmeisten glückt es, und jenem Instinkte gehorchend, der imHerzen eines Franzosen niemals ausstirbt, bringen sie dieFrüchte ihrer Sparsamkeit ins Vaterland zurück. DieseRückfracht ist bedeutender als man glaubt. Auch die Köchehaben einen Stammbaum.

Wenn die Völker dankbar wären, so müssten die Fran-zosen der Fcinschmeckerei vor allen anderen TugendenTernpel und Altäre errichten.

Macht der Fcinschmeckerei.

57. Den im November IS 15 abgeschlossenen Verträgenzufolge musste Frankreich den Alliirten in drei Jahren 750Millionen Kriegskosten zahlen.

Zu dieser Summe kamen noch die besonderen Ansprücheder Bewohner verschiedener Länder, die von den vereinigtenHerrschern geregelt worden waren und mehr als dreihundertMillionen betrugen.

Ferner nmss man noch die Requisitionen hinzurechnen,welche die feindlichen Heerführer in Natur ausschrieben undauf Wagen über die Grenze führen Hessen; der Staatsschatzmusste sie später bezahlen — Alles in Allem mehr als1500 Millionen.

Man konnte, ja man musste fürchten, dass so bedeutendeZahlungen, die täglich baar geleistet werden mussten, denStaatsschatz erschöpfen, die nichtmetallischen Werthe herab-

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