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Physiologie des Geschmacks oder Physiologische Anleitung zum Studium der Tafelgenüsse
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Chemische Grundsätze.

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haben thun sehen, nichtsdestoweniger von den höchstenGrundsätzen der Wissenschaft sich ableiten.

„Hören Sie mich also aufmerksam an und unterrichtenSie sich gründlich, damit Sie künftig über Ihre "Werke nichtmehr zu erröthen brauchen.

§. 1. Chemie.

„Die Flüssigkeiten, welche man dem Feuer aussetzt,können nicht alle eine gleiche Wärmemenge aufnehmen, dieNatur hat die Ungleichheit gewollt und wir nennen diesVerhältniss, das uns ein Greheimniss bleibt, die verschiedeneWärmecapacität.

„Man kann ungestraft seinen Finger in kochenden Wein-geist stecken, aus Branntwein aber wird man ihn hervor-ziehen, noch schneller aus dem Wasser und augenblicklicheEintauchung in kochendes Oel würde eine grausame Wundoverursachen, denn das Oel kann sich dreimal mehr erhitzenals das Wasser.

„Heisse Flüssigkeiten wirken in Folge dieses Verhältnissesin sehr verschiedener Weise auf die schmeckbaren Körper,die man hineintaucht. Die mit Wasser behandelten Körpererweichen sich und lösen sich in Brei auf, man bekommtFleischbrühe oder Extracte; die mit Oel behandelten ziehensich im Gegentheile zusammen, färben sich mehr oder min-der dunkel und verkohlen sich zuletzt.

„Im ersten Falle löst das Wasser die inneren Säfte derhineingetauchten Nahrungsmittel auf, im zweiten Falle wer-den diese Säfte zurückgehalten, weil das Oel sie nicht auf-lösen kann, und wenn diese Körper endlich austrocknen, sorührt dies davon her, dass die fortdauernde Einwirkung derHitze die feuchten Theile verdampft. Diese beiden Methodenhaben auch verschiedene Namen und backen heisst: Körper,die gegessen werden sollen, in Oel oder Fett kochen. Ichglaube schon gesagt zu haben, dass in Beziehung auf die