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Anrede.
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gen Gestühles auslaufen. Auf seiner hohen Stirne strahltedie Liebe zu ernsten Studien und um seinen Mund lächelteder Geschmack an liebenswürdigen Zerstreuungen. SeinAnsehen zeigte Nachdenken und seine ganze Stellung warso, dass Jeder, der ihn sah, ausrufen musste: Dieser Alteaus frühern Tagen ist ein Weiser.
In dieser Stellung liess der Professor seinen Oberküchen-meister rufen und bald erschien der treue Diener, bereit,Kathschläge, Vorlesungen oder Befehle anzunehmen.
■ Anrede.
„Meister Laplanche," sagte der Professor mit jenemernsten Tone, der bis in die Tiefen der Herzen dringt, „alleGäste meiner Tafel erklären Sie für den ersten Suppenkoch derWelt, was sehr rühmlich ist, denn die Suppe ist der erste Trostdes bedürftigen Magens; aber mit Schmerz bemerke ich, dass-Sie nur noch ein unsicherer Backkünstler sind.
„Ich hörte Sie gestern über jene Seezunge seufzen, dieder Triumph unseres Mahles sein sollte, aber blass, weich
und entfärbt aufgestellt wurde. Mein Freund R___*) warf
Ihnen einen Blick des Tadels zu, Herr H. R.... drehte seineSonnenzeiger-Nase nach Westen und der Präsident S....bedauerte den Unfall wie ein öffentliches Unglück.
„Dies Unglück traf Sie aber, weil Sie die Theorie ver-nachlässigen, deren ganze Wichtigkeit Sie nicht einsehen!Sie sind etwas hartnäckig und ich habe Mühe, Ihnen begreif-lich zu machen, dass Dasjenige, was in Ihrer Küche vorgeht,nur die Ausführung der ewigen Gesetze der Natur ist unddass gewisse Dinge, welche Sie ohne Aufmerksamkeit undnur aus dem Grunde thun, weil Sie dieselben von Anderen
*) Herr R.... geboren in Seyssel, DistrictvonBelley, um 1757,Wahlniann des grossen Collegiums. Er kann Allen als Beispielder glücklichen Resultate dienen, welche ein kluges Betragen, mitunbeugsamer Redlichkeit verbunden, nach sich zieht.
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