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Physiologie des Geschmacks oder Physiologische Anleitung zum Studium der Tafelgenüsse
Entstehung
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Anekdote.

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ging sein Schwung viel höher, als derjenige des Sehreinersvon Nevers, der nur ein Trunkenbold war.

Der Kaffee ist ein viel energischerer Trank, als man ge-wöhnlich glaubt; ein kräftiger Mann kann sehr lange lebenund täglich zwei Flaschen "Wein trinken; derselbe würde diegleiche Quantität Kaffee nicht lange aushalten; er würdestumpfsinnig werden oder an Auszehrung sterben.

Ich habe in London auf dem Leicesterplatze einen Men-schen gesehen, den der unmässige Genuss des Kaffees zumKrüppel zusammengekrümmt hatte; er litt keine Schmerzenmehr, hatte sich an seinen Zustand gewöhnt und sich auffünf bis sechs Tassen täglich beschränkt.

Alle Väter und Mütter der ganzen Welt haben die Pflicht,ihren Kindern den Kaffee aufs Strengste zu untersagen,wenn sie nicht kleine, trockene, kümmerliche Puppen habenwollen, die mit 20 Jahren schon alt sind. Diese Warnunggilt namentlich den Parisern, deren Kinder nicht immer sostark und gesundheitsblühend sind, als wenn sie in gewissenDepartementen geboren wären, z. D. in demjenigen des Ain.

Ich gehöre zu denjenigen, welche dem Kaffee entsagenmussten, und ich beende diesen Abschnitt, indem ich erzähle,wie ich eines Tages vollständig in seiner Gewalt war.

Der Herzog vonMassa, damals Justizminister, hatte von mireine Arbeit verlangt, au die ich meine ganze Sorgfalt wen-den wollte und für die er mir nur wenig Zeit Hess, da ersie von heute auf morgen verlangte.

Ich ergab mich darin, die Nacht durchwachen zu müssenund um mich des Schlafes zu erwehren, verstärkte ich meinMittagsmahl mit zwei grossen Tassen schwarzen Kaffeesvon ausgezeichneter Stärke und Qualität.

Ich kam um sieben Uhr nach Hause, um dort die mirzugesagten Acten in Empfang zu nehmen; statt ihrer fandich einen Brief, der mich benachrichtigte, dass ich sie wegeneiniger Formalitäten erst am nächsten Tage erhalten könne.

Bitter getäuscht, kehrte ich in das Haus zurück, wo ich