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Physiologie des Geschmacks oder Physiologische Anleitung zum Studium der Tafelgenüsse
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Wirkung des Kaffees.

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Zuweilen wird die Wirkung durch die Gewohnheit ge-mildert oder verändert, aber bei vielen Individuen findet dieErregung immer statt und diese müssen in Folge dessen aufden Kaffee Verzicht leisten.

Ich sagte, dass die Wirkung durch die Gewohnheit ver-ändert würde, was indessen nicht hindert, dass sie in andererWeise sich kundgibt; denn ich habe beobachtet, dass diePersonen, die der Kaffee nicht verhindert, während der Nachtzu schlafen, Kaffee trinken müssen, um bei Tage wach zubleiben und dass sie am Abend einschlummern, wenn sienicht nach Tische eine Tasse getrunken haben.

Viele andere sind den ganzen Tag über schlafsüchtig,wenn sie Morgens ihren Kaffee nicht geschlürft haben.

Voltaire und Buffon tranken sehr viel Kaffee, vielleichtverdankten sie diesem Getränke der Eine die wunderbareKlarheit, welche in seinen Werken herrscht, der Andere diebegeisterte Harmonie, die man in seinem Style findet. VieleSeiten der Abhandlungen des Letzteren über den Menschen,den Hund, den Tiger, den Löwen und das Pferd sind ganzgewiss in einem Zustande ausserordentlicher Ueberreizungdes Gehirns geschrieben worden.

Die durch den Kaffee verursachte Schaflosigkeit ist nichtunleidlich; man hat sehr klare Vorstellungen und keine Lustzum Schlafen, das ist Alles; man. ist nicht aufgeregt undunglücklich, wie in den Fällen, wo die Schlaflosigkeit vonanderen Ursachen herrührt, was indessen nicht hindert, dassdiese ungehörige Erregung auf die Länge sehr schädlichwerden kann.

Früher tranken nur die Leute reifern Alters Kaffee,gegenwärtig trinkt Jedermann und vielleicht ist er die Peit-sche, unter deren Klatschen die ungeheure Menge sich vor-wärts bewegt, welche heutzutage alle Zugänge zum Olympund Parnass erfüllt.

Der dichterische Schuster, welcher das Trauerspiel „DieKönigin von Palmyra". verfasst hat, das ganz Paris -voreinigen Jahren sich vorlesen Hess, trank viel Kaffee, auch