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Physiologie des Geschmacks oder Physiologische Anleitung zum Studium der Tafelgenüsse
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Fische.

der Vogel ist zu trocken, um den Knollen zu durchweichen,und das Arom des einen und der Duft des andern neutrali-siren sich gegenseitig bei der Verbindung, gehören alsonicht zusammen.

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§. 6. Von den Fischen.

40. Einige, übrigens wenig gläubige Gelehrte habenbehauptet, dass der Ocean die gemeinschaftliche Wiege allesLebens gewesen sei, dass die Menschengattung selbst imMeere geboren sei und dass sie ihren jetzigen Zustand nurdem Einflüsse der Luft und den Gewohnheiten verdanke,die sie habe annehmen müssen, um in dem neuen Elementesich aufzuhalten.

"Wie dem auch sein möge, soviel ist gewiss, dass dasReich der Gewässer eine ungemeine Menge von "Wesen allerGestalten und Grössen beherbergt, die sehr verschiedeneLebenseigenschaften besitzen und ganz anderen Lebensbe-dingungen unterworfen sind als die warmblütigen Thiere.Auch liefert uns das Wasser überall und zu jeder Zeit eineausserordentliche Menge von Nahrungsmitteln und bereitetuns in dem jetzigen Zustande der "Wissenschaft wenigstensdie angenehmsten Abwechslungen unserer Tafel.

Der Fisch, weniger nahrhaft als das Fleisch, aber kräf-tiger als die Gemüse, ist ein mezzo termine, der allen Tem-peramenten zusagt und selbst den Genesenden gestattetwerden kann.

Obgleich die Griechen und Römer in der Kunst, dieFische zuzubereiten, weniger erfahren waren als wir, soschätzten sie dieselben doch sehr hoch und bildeten dieFeinheit ihres Geschmacks soweit aus, dass sie selbst denOrt zu unterscheiden wussten, wo der Fisch gefangen wor-den war.

Sie züchteten sie in Teichen und man kennt genugsamdie Grausamkeit des Vadius Pollion, der seine Meeraalemit dem Fleische von Sclaven fütterte, die er schlachten