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Physiologie des Geschmacks oder Physiologische Anleitung zum Studium der Tafelgenüsse
Entstehung
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Truthahn.

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gefangen und gezähmt hat. Deshalb sind sie auch dort demNaturzustande weit näher und haben ihr ursprüngliches Ge-fieder behalten.

Durch diese Beweise überzeugt, bin ich den guten Vä-tern doppelt dankbar, denn sie haben auch die Chinarindeeingeführt, die auf englisch Jesuitenrinde heisst.

Dieselben Untersuchungen haben mir auch bewiesen,ilass der Truthahn sich nach und nach mit der Zeit inFrankreich acclimatisirt. Vorurtheilsfreie Beobachter habenmir versichert, dass in der Mitte des vorigen Jahrhundertsvon zwanzig ausgeschlüpften Küchlein kaum zehn am Le-ben blieben, heute erzieht man unter übrigens gleichen Um-ständen fünfzehn von zwanzig. Die Gewitterregen sindihnen vorzugsweise verderblich. Die dicken, vom Windegepeitschten Kegentropfen schlagen auf ihren zarten, schlecht-geschützten Kopf und bringen sie um.

Die Truthahn-Esser.

36. Der Truthahn ist der grösste und wenn nicht derfeinste, so doch der schmackhafteste unserer Hausvögel.

Er hat ausserdem noch das Verdienst, alle Classen derGesellschaft um sich zu vereinigen.

"Was bratet am glänzenden Feuer der Küche, wo auchder Tisch gedeckt ist, wenn die Winzer und Bauern aufdem Lande sich während der langen Winterabende einmalrecht gütlich thun wollen? — Ein Truthahn.

Was ist das Hauptstück des Mahles, wenn der nützlicheFabrikant, der arbeitsame Künstler einige Freunde versam-melt, um sich eines Ruhetages zu freuen, der um so lieb-licher ist, je seltener er kommt? — Ein Truthahn, mitWürstchen oder Kastanien von Lyon gefüllt!

Was erwartet man in den Kreisen der bekanntestenFeinschmecker , in jenen gewählten Cirkeln, wo die leidigePolitik den Verhandlungen über den Geschmack weichenmuss ? Was wünscht man ? Was kommt beim zweiten