General Sibuei
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Prosper hatte achtzehn Jahre und jenen glücklichenAj)petit, durch welchen die Natur anzeigt, dass sie einenwohlgebauten Jüngling zum Manne machen will, als er einesAbends in die Küche eines Wirthes Namens Genin eintrat,bei welchem die Alten von Belley gewöhnlich einkehrten,um weissen jungen Wein, sogenannten federweissen, zutrinken und frische Kastanien dazu zu essen.
Man zog gerade einen wunderschönen, prächtigen, gold-gelb gebratenen Truthahn vom Spiesse, dessen Geruch einenHeiligen in Versuchung gebracht hätte.
Die Alten, die keinen Hunger mehr hatten, beachtetenihn wenig, aber die Verdauungskräfte des jungen Prosperwurden angeregt; der Mund wässerte ihm und er rief aus:„Ich komme zwar eben erst vom Essen, aber ich will dochwetten, dass ich den dicken Welschen da allein verzehre!"— „Wenn Sie ihn ganz aufessen, zahleich ihn," antworteteBouvier du Bouchet, ein dicker Pächter aus der Nach-barschaft; „aber wenn Sie stecken bleiben, so zahlen Sie ihnund ich verzehre den Best!"
Die Wette wurde sogleich ausgeführt. Der jugendlicheKämpe schnitt zierlich einen Flügel ab, verschlang ihn inzwei Bissen und putzte sich die Zähne, indem er den Halsknusperte, worauf er als Zwischenact ein Glas Wein trank.
Dann griff er den Schenkel an, ass ihn kaltblütig undschickte ihm ein zweites Glas Wein nach, um die Wege fürdas Uebrige offen zu halten.
Bald folgte der zweite Flügel auf derselben Strasse; erverschwand, und schon ergriff der Opferer das letzte Gliedmit wachsendem Muthe, als der unglückliche Pächter inschmerzlichem Tone ausrief: „Halt! Ich sehe wohl, ich habeverloren! Aber, Herr Sibuet, weil ich denn doch zahlenmuss, lassen Sie mich wenigstens ein Stück davon essen!"
Prosper war ein ebenso guter Junge, als er später gu-ter Soldat war; er genehmigte die Bitte seines Gegners, derden übrigens noch vortieiflichen Rumpf des verzehrten Vo-
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