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Schreckliche Wirkungen.
Nachbar ein Auge einzustossen; man hörte überall lautesGähnen; alle Gesichter zeigten die Blässe der Zusammenzie-hung und man hörte nicht auf mich, als ich sagte, unser"Wirth, dessen Abwesenheit wir bedauerten, sei ohne Zweifelder Unglücklichste von uns Allen.
Eine Erscheinung zog einen Augenblick die allgemeinsteAufmerksamkeit auf sich. Einer der Gäste, ein Hausfreund,drang bis in die Küche vor; er kam ohne Athem wieder;sein Antlitz verkündete der Welt Ende und mit kaum hör-barer Stimmeund jenem dumpfen Tone, der zugleich dieFurcht, Lärm zu machen und den Wunsch gehört zu wer-den ausdrückt, rief er: „Der gnädige Herr ist weggefahrenohne Befehle zu hinterlassen und es wird nicht aufgetragen,ehe er zurückkommt, mag er auch noch so lange ausblei-ben." Sprach's — und das Entsetzen, welches seine Eedeverursachte, wird gewiss nicht durch den Ton der Posaunedes jüngsten Gerichtes überboten werden.
Der unglücklichste unter allen diesen Märtyrern warohne Zweifel der gute d'Aigrefeuille, den ganz Pariskannte; sein Körper war nur ein Leiden und Laokoon'sSchmerzen furchten sein Antlitz-. Blass, verwirrt, halb blindhockte er auf einem Sessel, kreuzte seine kleinen Hände aufseinem dicken Bauch und schloss die Augen, als erwarte ernicht den Schlaf, sondern den Tod.
Der Tod kam nicht. Gegen zehn Uhr rollte ein Wagenin den Hof; alle Welt erhob sich von selbst; Fröhlichkeitfolgte der Trauer und fünf Minuten darauf sass man beiTische.
Aber die Stunde des Appetits war vorüber. Man ver-wunderte sich offenbar, dass man zu so ungefüger Zeit spei-sen sollte; die Kinnbacken zeigten nicht jene gleichzeitigeBewegung, welche eine regelmässige Arbeit ankündet; icherfuhr später, dass einige Gäste unwohl wurden.
Man thut bei solchen Gelegenheiten am besten, nichtunmittelbar nach Hebung des Hindernisses zu essen, son-dern vielmehr ein Glas Zuckerwasser oder eine Tasse Fleisch-