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Vorzüglichkeit des Geschmackes.
I
Stufenfok
und
theile nur eine geringe Sttttenlöige, und wenn es einen be-deutenden Unterschied gibt zwischen dem Geschmacklosenund dem Schmackhaften, so ist der Raum zwischen demGuten und dem Vortrefflichen nicht sehr gross. FolgendesBeispiel möge dies erläutern.
Erster Grad: trockenes, zähes Rindfleisch;
Zweiter Grad: Kalbsbraten;
Dritter Grad: ein wohlgebratener Fasan.
Nichtsdestoweniger ist der Geschmack, so wie die Naturihn uns verlieh, dennoch derjenige von allen unseren Sin-nen, welcher uns die meisten Genüsse verschafft:
1. weil das Essvergnügen das einzige ist, das, mitMassigkeit geübt, keine Müdigkeit hinterlässt;
2. weil es jeder Zeit, jedem Alter und jedem Standegemäss ist;
3. weil es nothwendig wenigstens einmal täglich wie-derkehrt und während dieser Zeit auch zwei- oder dreimalohne Nachtheil genossen werden kann;
4. weil es mit allen anderen Vergnügungen verbundenwerden und uns selbst über deren Mangel trösten kann;
5. weil die Eindrücke, welche der Geschmack empfängt,ebenso dauerhaft, als von unserem Willen abhängig sind;
6. weil wir beim Essen ein ganz besonderes, unbe-schreibliches Wohlbehagen empfinden, welches aus dem in-stinctmässigen Bewusstsein entspringt, dass wir durch dasEssen selbst unsern Verlust ersetzen und unsere Lebens-dauer verlängern.
Ich werde dies weiter ausführen in dem Capitel, in wel-chem ich speciell von dem Vergnügen der Tafel handle,so wie die heutige Civilisation es ausgebildet hat.
Ueberlegenheit des Menschen.
14. Wir sind in dem süssen Glauben aufgewachsen,dass von allen gehenden, schwimmenden, kriechenden oder