Geschmacksgenuss.
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geübtes Ohr beim Anschlagen eines Haupttones noch eineoder mehrere Eeihen von Nebentönen hört, deren Zahlnoch nicht genau bekannt ißt.
Die schnellen und aufmerksamen Esser unterscheiden dieEindrücke des zweiten Grades nicht; diese letzteren gehörenausschliesslich einem kleinen Kreise Auserwählter an, welchemittelst dieser Eindrücke die verschiedenen Substanzen, dieihrer Untersuchung unterworfen werden, nach der Eeihen-folge ihrer Vortrefflichkeit classificiren können.
Diese flüchtigen Nuancen klingen noch lange in demGeschmacksorgane nach; ohne es zu merken, nehmen dieProfessoren dabei eine geeignete Stellung an und mit vor-gestrecktem Halse, die Nase im Winde, verkünden sie ihrUrtheil.
Genüsse, welche der Geschmack verursacht.
13. Werfen wir nun einen philosophischen Blick aufdas Vergnügen oder auf den Schmerz, wclchon der Geschmackverursachen kann.
Zuerst finden wir die Anwendung jener unglücklicher-weise allgemeinen Wahrheit, dass der Mensch gegenüberdem Schmerz weit stärker organisirt ist, als gegenüber derFreude *).
In der That können wir durch die Einflössung herber,scharfer oder sehr bitterer Substanzen äusserst schmerzhafteund unerträgliche Empfindungen haben. Man behauptetsogar, dass die Blausäure nur deshalb so schnell tödtet,weil sie einen so lebhaften Schmerz erzeugt, dass die Le-benskräfte ihn nicht auszuhalten vermögen.
Die angenehmen Empfindungen durchlaufen im Gegen-
*) Wenn Einer soll können tragenEine Last von lauter guten Tagen,So inuss er mit sehr starkem GebeinVon der Natur versehen sein.
Kortüm-Jobsiade.