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Physiologie des Geschmacks oder Physiologische Anleitung zum Studium der Tafelgenüsse
Entstehung
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XXXII
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Vorrede des Verfassers

Fenelon, Racine, Boileau, Pascal und anderen Classi-ker» aus der Zeit Ludwig's des Vierzehnten schreien.Es scheint mir, als höre ich schon den entsetzlichenfcicandal, den sie machen werden. Hierauf erwiedereich bedachtsam, dass ich weit entfernt bin, das Ver-dienst jener Schriftsteller des grossen Zeitalters derclassischen Literatur, der genannten sowohl wie derungenannten, herabzusetzen; aber was folgt daraus?Nur das, dass sie unvergleichlich mehr mit einembessern Instrumente geleistet haben würden, da sieschon mit einem undankbaren so Vieles leisteten. Mandarf glauben, dass Tartini noch viel besser gegeigthaben würde, wäre sein Bogen so lang gewesen als der-jenige von Baillot.

Ich gehöre also zu den Neuerern und selbst zu denBomantikern; diese Letztern entdecken verborgeneSchätze, die Andern sind wie Schifffahrer, welche ausder Ferne die nöthigen Waaren holen.

Die Völker des Nordens und namentlich die Eng-länder haben in dieser Beziehung einen unendlichenVortheilvor uns; ihr Geist wird niemals durch den Aus-druck gehemmt; er schafft oder entlehnt. Deshalbgeben uns auch alle unsere Uebersetzer, wenn es sichum Gegenstände handelt, die Tiefe und Energie ver-langen, nur blasse und farblose Nachbilder.

Ich hörte einst in der Akademie eine sehr netteRede über die Gefahr der Neuerungen, und über dieNothwendigkeit, sich mit unserer Sprache zu begnügen,so wie die Schriftsteller des guten Zeitalters sie fest-gestellt hätten.

Als Chemiker destillirte ich diese Rede in der Re-torte und der Bodensatz hiess: Wir haben Alles so