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Physiologie des Geschmacks oder Physiologische Anleitung zum Studium der Tafelgenüsse
Entstehung
Seite
XXXIII
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Vorrede des Verfassers.

XXXIII

gut gemacht, dass wir es unmöglich besser, noch andersmachen können.

Nun habe ich lange genug gelebt, um zu wissen,dass jede Generation dasselbe sagt, und jede folgendedarüber spottet.

Wie sollten auch die Worte nicht ändern, wennSitten und Ideen beständige Aenderungen erleiden?Wenn wir auch dasselbe thun, wie unsere Voreltern,so thun wir es doch nicht auf die nämliche Weise, undin einigen wenigen französischen Büchern könnte manganze Seiten finden, die sich weder ins Lateinische nochins Griechische übersetzen Hessen.

Alle Sprachen haben ihre Geburt, ihre Höhe undihre Abnahme. Alle diejenigen Sprachen, welche vonSesostris bis zu Philipp August gesprochen wurden,existiren nur noch in Denkmälern. Die französischeSprache wird dasselbe Schicksal haben, und im Jahre2825 wird man mich mit Hülfe eines Wörterbuchslesen, wenn man mich überhaupt noch liest.

Ich hatte einst eine lebhafte Discussion über diesenGegenstand mit dem liebenswürdigen Andrieux, Mit-glied der französischen Akademie, wo wir Beide unserschwerstes Geschütz aufführten.

Ich marschirte in Schlachtordnung auf, griff lebhaftan, und hätte meinen Gegner zweifellos gefangen ge-nommen, wenn er nicht einen eiligen Bückzug ange-treten hätte, den ich nicht verhinderte, da ich michglücklicherweise für ihn erinnerte, dass er einen ge-wissen Buchstaben in dem neuen biographischen Lexi-kon zu bearbeiten hat.

Ich schliesse mit einer wichtigen Bemerkung, dieich deshalb bis zuletzt aufsparte.

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