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Physiologie des Geschmacks oder Physiologische Anleitung zum Studium der Tafelgenüsse
Entstehung
Seite
XXXI
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Vorrede des Verfassers. XXXI

Schweigen auferlegen werden, und dass eine achtung-gebietende Mehrheit die Ergüsse eines löblichen'Ge-fühles mit Wohlwollen aufnehmen wird.

Ich muss noch etwas über meinen Styl sagen, dennder Styl ist der Mann, sagt Buffon.

Ich verlange keine Nachsicht, die man doch niemalsDenjenigen gewährt, welche sie nöthig haben. Es han-delt sich um eine einfache Erläuterung.

Ich müsste wunderschön schreiben, denn Voltaire,Rousseau, Fenelon, Buffon und später Cochin undd'Aguesseau waren meine Lieblingsschriftsteller und ichkenne sie auswendig.

Vielleicht aber haben es die Götter anders ge-wollt, und wenn dies der Eall ist, so dürfte Folgendesdie Ursache sein.

Ich kenne mehr oder weniger gut fünf lebendeSprachen und besitze deshalb ein ungeheures Beperto-rium von Wörtern aller Farben.

Habe ich einen Ausdruck nöthig, den ich nicht indem französischen Sprachkasten finde, so greife ich inden nächsten Kasten. Der Leser mag mich dann über-setzen oder errathen, das ist seine Sache.

Ich könnte wohl anders handeln, aber eine gewisseunbesiegbare Systemsucht hält mich davon ab.

Ich bin fest überzeugt, dass die französischeSprache, deren ich mich bediene, vergleichsweisesehr arm ist. Was bleibt zu thun übrig? Leihenoder stehlen ?

Ich thue das Eine und das Andere, weil die Anle-hen nicht zurückerstattet zu werden brauchen, und derWortdiebstahl noch nicht vom Gesetze bestraft wird.Die gestrengen Kritiker werden wohl nach Bossuet,