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Physiologie des Geschmacks oder Physiologische Anleitung zum Studium der Tafelgenüsse
Entstehung
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Vorrede des Verfassers.

Bin ich zu tadeln, wenn ich etwas "Weniges vonmeinem Leben erzähle? Endlich muss mir der Leserauch das noch zu Gute halten, dass ich ihm dadurchdas Studium meiner politischen Memoiren erspare,die er eben so gut wie viele andere würde lesen müs-sen, da ich seit sechsunddreissig Jahren vom erstenRange aus Menschen und Ereignisse an mir vorüber-ziehen sehe.

Namentlich zähle man mich nicht unter die Zusam-menstoppler; gewiss hätte meine Feder geruht, wennich so tief gesunken wäre, wobei ich mich nicht weni-ger glücklich befunden hätte.

Ich habe mir gesagt wie Juvenal:

Semp r ego aiiditor tantum? nunquamne rcponam?(Stets nur Hörer soll ich Euch sein? Und nimmererwiedern?)

und meine Bekannten werden leicht erkennen, dass icheben so gewöhnt an das Geräusch der Gesellschaft, wiean das Schweigen des Studierzimmers, von beiden La-gen gleichmässig Nutzen gezogen habe.

Endlich habe ich auch viel zu meinem persönlichenGenügen gethan. Ich habe mehre meiner Freundegenannt, die sich dessen schwerlich erwarteten; ichhabe einige liebenswürdige Erinnerungen festgehalten,die mir zu entfliehen drohten, andere aufgefrischt;kurz, ich habe, wie man zu sagen pflegt, meinen Kaffeenach Tische getrunken.

Vielleicht ruft ein einziger Leser, der sich unterden Angezogenen befindet: „Was brauchte ich zu wis-sen, ob ... . Was fällt ihm ein, zu sagen, dass . . .u. s. w. Aber ich bin auch sicher, dass die Andern ihm

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