42
liegen lassen und aufbehalten; alsdenn wird derUi^erige sich im Kochen und Sieden eben so wohlals der Fremde geben.
Eben daher komt es, daß der braunschweigi-sche Hopfen, wenn er zu uns gebracht wird, lieb-liche Biere machet, weil er mehrentheils alt ist,und einige Jahre gelegen hat. Kurt, aus allenHopfen wird in dem ersten und zweyten Jahreniemalcn so gutes und liebliches Bier gebrauet,als wenn er erstlich älter wird, weil er noch soviele Bitterkeit und Crudität bey sich führet.
Und gesetzt, wenn auch diese« wäre, undman genöthiget würde, solchen neuen Hopfen,welcher noch so viele Kräfte bey sich führte »ubrauchen, so köme man j«nurdieHelfte, sovielals sichs sonsten gebühret, »u einem Gebräue neh-men, und durch angestelte Proben die Propor-tion hierinnen suchen, so würde man dadurch ge-wiß einen merklichen Nutzen erhalten.
§. XXX.
Brau-Meister verachten um ih-res Eigennutzes willenunsern «Hopfen.
L^ch habe angemerket und selbst erfahren, daß-x) die Braumeister und Hopfenmesser, (beyuns in Erfurt sind es die Bierauscufer, welcheherüber bestellet sind) um ihres eigenen und heim«
lichen