Witterung und viele Regen entstehen, daß daöGras und Unkraut zwischen den Reihen gewal-tig wiederum aufwächst, welches den Grund undBoden sehr auszehret, so solre dem Hopfenmei-ster etwas mehr lohn gegeben, oder ein Zaglöh«ner darzu bestellet werden, solches wiederum hin-weg zu schaffen und auszurotten.
Warum aber zwischen den Reihen des Hopfenstuweilen mehr Gras, und viel schöner als an an-deren Orten in die Höhe wachset, ist die Ursachegar leicht zu finden. Es rühret solches nemlichdaher, weil durch den Hopsen dem Lande bestan-diger Schatten gegeben, und folglich die Feuch-tigkeit länger als an freyeil luftigen Orten erhal-ten wird, so kan freylich das Gras, besonde-Sauf einem wohlgedüngtenLande,ungcmein wachsen.
5. XXII.
Man die Hopfenernde geschehensol, und woran man die Rei-fung des Hopfens erken-nen tan?
<^ie Hopfenernde geschiehet in manchem Jahre14. Tage eher, in manchem aber auch 14.Tage langsamer, nachdem es die Witterung mitsich bringet. Hierbey ist höchstnöthig zu wissen,daß man solche weder ju frühe, noch zu langsamvornehmen darf, beydes ist schädlich.
Nimt man die Ernde zu bald vor, so machtder Hopfen dem Biere einen üblen Geschmack,
daß