Druckschrift 
Allerbeste Art den Hopfen anzulegen und zu bauen : nebst der Anweisung, wie der inländische zu verwahren und zu behandelen, daß er an Güte und Lieblichkeit dem Braunschweiger gleich komme
Entstehung
Seite
9
Einzelbild herunterladen
 

9

Diese Arbeit muß den Sommer über wohldreymal, ja, so oft man es vor nöthig befindet,geschehen.

Das folgende Jahr darauf, muß solches Jä-ten abermalvorgenommen werden, denn im erstenJahre bringet man die Hopfen-Stöcke nicht völlighinweg. Wenn man aber zwey bis drey Jahrmit dem Ausraufen fortfähret, so ist er völlig zuvertilgen.

Eben auf die angegebene Art habeich solchenaus meinen Zäunen gäntzlich hinweg gebracht.

Es lernet sich wohl bey uns, daß wir auf dieZäune ein wachsames Auge haben, und vor dieErhaltung derselben sorgen, indem wir sonstenwegen des überhäuften Wildes , bey Erziehung de-rer schönen Garten (Lemüse nichts davon bringenwürden. Wir müssen daher, wegen der kostbarenFrüchte und theuren Güter alle Sorgfalt anweiuden die Zaune in ihrem Wachsthum? zu erhaltenund zn befördern, anch hernach alle drey Jahredie jungen Ruthen und Sprossen über einander le-gen und einbinden lassen, damit kein Hirsch mitdem Maule hindurch kommen kan.

Denn wo dieses möglich ist, so ruhen nnd ra-sten sie nicht, bis sie nach und nach mit dem Kopfden Zaun so weit von einander getrieben daß sie völ-lich hindurch kommen können

Und wenn dieses einmal geschehen, so bleibensie niemalen von einem solchen Orte hinweg, obA 5 man