60⸫daß dies alles die Bienenzucht nicht sehr befördert,ehender gehindert hat. Bei nahe hätte man be-sondere Männer nöthig die in den darzu nöthigenHandgriffen erst unterricht ertheilen, und Schu-len hielten, wo man die jungen Leute darzu an-führte. Aber alles dieses erfordert diese Methodenicht; hat man ein einziges Jahr sich damit be-schäftiget, so hat man den hinlänglichen Unter-richt. Hat eine Biene seine Wohnung voll ge-bauet, so gibt man ihm unter die alte eine frische,ist diese auch angefüllet, so nimt man die oberstehinweg, und gibt abermals eine dritte. Findetman nöthig, seine Anzahl Stöcke zu vermehren,so kan man einige Schwärmen lassen. Mißrathendie Schwärme, so läßt man die Bienen in Gesell-schaft fort bauen, es komt nie Schaden heraus, im-mer wahre Vortheile. Hat man endlich das Un-glück, daß eine Königin zu Grund gehet, so vereini-get man durch das Untersetzen diesen KöniglosenStamm mit einem andern, der einen Heerführerhat, sie werden gleich dieser neuen Königin hul-digen, und unter ihr fleisig eintragen und arbei-ten. Und auf diese Art kan man das Zeitlen er-spahren, das einigen ein sehr zweifelhaftes Mittelist, den Bienen zu erneueren. Ausserdem, daßhier Handgriffe erforderlich sind, die man erst mitMühe erlernen muß, so kan man auch gar leichtdie schon angesetzte Brut verderben, und welcherNutze komt endlich heraus. Zeitelt man im Herbst,so setzet man die Biene der Gefahr aus, zu ver-frieren
Druckschrift
Vollständige Anleitung, zu einer ganz vollkommenen, Bienenzucht : Worin Von der ganzen Bienenzucht, von ihren Krankheiten, und Heylungs-Mitteln ausführlich gehandelt, und angezeigt wird, wie das bishero eingeführt gewesene tödten der Bienen mit Schwefel zu verhüten, und die Bienen bey Leben erhalten werden ; Zum allgemeinen Nutzen für den Landmann aus viel jähriger Erfahrung
Entstehung
Seite
60
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten