4½61—frieren und zu verhungern. Zeitelt man im Früh-jahr, so bekomt man etliche Loth schlechten Wach-ses. — Und die Bienen werden dadurch dochnicht erneuert, dan oben bleibt immer das schlechtealte stinkende Wachs, und zeitelt man bald oben,bald unten, so stellt man eine solche Verstörungim Bienenstock an, die diesen ungemein ordent-lichen Thieren nicht anders als zuwider seyn kan.Alle diese mühselige Handgriffe werden durch dasUntersetzen eines leeren Stocks erspahret, siewerden zum Vortheil des Bienenherrn, zumVortheil des Bienen selbsten erspahret.Und was wollen endlich alle die kunstbar er-zeugten Bienenstöcke besagen. Nicht die Anzahlder Bienenkörbe, sondern die Schwehre eines je-den einzeln Bienenkorbs, die Menge seiner Ein-wohner, und die innere Güte des Wachses undHönigs, machen den wahren Werth einesSchwarms aus. Diese letztere sind wahre undbestehende Vortheile, die andere sind zwar in dieAugen fallende, aber ungewisse, seichte, und jeder Gefahr bloß gestellte Sachen, die die ächteBienenzucht nicht beförderen werden.— Danwan diese gedeihen sollte, so müste man das gan-ze Land, und den Ackerbau so einrichten, daßdie Bienen immer die reichste Nahrung hätten,aber was kämen da vor Vortheile heraus, an-dere wichtige Landsproducten zu versäumen, undbloß alles nach den Bienen einzurichten. DieSache falle immer ein wenig ins lächerliche, wanman dergleichen Authoren alles blos zum Nutzender
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Vollständige Anleitung, zu einer ganz vollkommenen, Bienenzucht : Worin Von der ganzen Bienenzucht, von ihren Krankheiten, und Heylungs-Mitteln ausführlich gehandelt, und angezeigt wird, wie das bishero eingeführt gewesene tödten der Bienen mit Schwefel zu verhüten, und die Bienen bey Leben erhalten werden ; Zum allgemeinen Nutzen für den Landmann aus viel jähriger Erfahrung
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