2. Weil (Ins Deutsche Eisenbahnwesen einer BxecutivgeWall entbehrt, welche in Form einer dem Reicheunterstehenden Behörde erster [uitauz die Befogaiss hätte, auf dein Gebiete des Tarifweeens entstehendeMeinnngsrerschiedenheiten oder Streitigkeiten rwisohen dem Publikum and den EKsenbahnverwaltnngen,oder zwischen den Letzteren selbst, ohne Zeitverlust zu untersuchen und definitiv darüber n befinden.
8. Endlich, weil ei bisher noch immer an vollem Verständnis« Im- die grosse Aufgabe und den hohenBeruf der Eisenbahnen zu fehlen und an der Qrkenntniss m gebreohen soheint, dass sie Überall insieb selbst das unfehlbare Mittel tragen, durch weise, von eigener Initiative belebte, liberale Politikdie Schöpfer neuer Industrie- und Bandelsthltlgkelf zu werden, weiohe mit stets wachsendemVerkehr ihnen selbst wieder in natürlicher Wechselwirkung reichliche Erwerbsquellen ersohliesst und
dauernd .siebert.
Zum Scblnss sei mir gestattet, meine unmaassgebliohe üeberzeuguug nochmals dahin auszusprechen,dass allerdings eine durchgreifende Reform des gesammtön Verkehrswesens das wahre Retitnngsmittel ist, umDeutschland ans der Noth der herrschenden Crisis zu befreien, und ingleioh der Eebel, um seine Landwirtbschaft,seine Industrie und seinen Sande] auf diejenige Höhe der Entwickelung /.u bringen,, zu welcher der Beichtliumseiner natürlichen Hülfsquellen es in so wunderbarer Weise befähigt; dass aber, weil für den Augenblick
Billigkeit und Zweckmässigkeit der bestehenden Tarife von noch grösserer und dringenderer Wichtigkeit
sind, als Einheit derselben, und in der Thal die brennende Tagesfrage bilden, zunächst und schleunigsteine provisorisehe Reform der Tarife auf der Basis des bestehenden Systems vorgenommen werden sollte, umlürverzUgltohe Erleichterung zu gewähren, und eine Grundlage zu gewinnen für die definitive Reform, welcheunmöglich anders als nur nach umfassenden und zeitraubenden Vorbereitungen in's Leben gerufen werden kann.Von diesem Gesichtspunkte ausgehend erlaube ich mir, die anliegende Karte mit vorstehenden Bemer-kungen den wirtschaftlichen und bergbaulichen Vereinen des deutsehen Reiches und insbesondere denjenigen
der beiden Sebwester|irovinzen Rheinland und Westfalen zu widmen, als geringen Beitrag zur Förderung dieser
für Deutschlands Wohlfahrt und Gedeihen so dringend wßnsoheuswerthen, ja unabweisbar nothweudigen Reform.Pempelfort-Düsseldorf, im Januar 1877.
W T. Mulvany.
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