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3 (1878) Quellen zur Geschichte der Grafen von Fürstenberg vom Jahre 1400 - 1479
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1460.

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sol und nit was sie wollen; item das die herren kainen armen straffen twrn nochfahen stillen dann mit recht; item das ye ein frewnt den andern erb an den rechtenhawptfall. Item noch sind artickel, die wir pis her nit haben künnen erfarn und die,als uns bedunckt, vast wider den adel sein süllenn. Item wollen die herrn solchemnach kumen, so soll man ine ir zinß und gült geben und dienst thun, wie man invon recht schuldig ist. Item der puntschuch hot zu dreyzehen dorfern geschickt, obin das auch gefellig sey, in helfen und sie dar zu hanthaben wollen; domit dieSweytzer und ir puntgenossen wollen in des helfen und das lant in friden setzen.Item der puntschuch und die aytgenossen mit in sindt in ein dorf gefallen und habensich unterstanden, das sacrament awß der kirchen zu nemen, und als der priestersolchs wolt gewert haben, do hieben sie im die henndt wol halb ab etc.

v. Kern, Der Bauernaufstand im Hegau 1460 (Zeitschrift der Gesellschaft für Beförderung der Ge-schichts-, Alterthums- und Volkskunde von Freiburg, dem Breisgau und den angrenzenden Landschaften, I,118—122) aus dem 1502 geschriebenen, jetzt auf der großherzogl. Bibliothek zu Weimar befindlichen Codexchart. fol. Nr. 86. Über die Sachlage, wodurch das Schreiben veranlasst wurde, vergl. v. Kern a. a. 0.107—116.

a) Handschrift: Bödmen. b) Offenbar fehlt, obwohl in der Handschrift keine Lücke ist, der Anfang

dieses Satzes, v. Kern. c) Handschrift: nyderdurckung. d) Zell fehlt in der Handschrift.

1460, Okt. 20.

Wartenberg.

465. Heinrich Graf zu Fürstenberg, Landgraf in Bare und Herr zu Husen im Kinc-

zigental, schreibt den ehrsamen weisen Burgermeister und Rath zu Fryburg im Bryß-göw, seinen sonder lieben und guten Freunden, er habe vor guter Zeit vernommen,dass sie von den Deutschherren bei ihnen den Dinghof zu Härrdern mit Zugehör ge-kauft haben; da derselbe der Grafschaft Fürstenberg Eigen und jetzt von ihm Lehengewesen ist, begehrt er mit Ernst, dass sie desselben „gantz müssig gan vnd all nützderselben guter ligen lassen"; wenn sie glaubten, dass dieß unbillig sei, werde er dieSache vor seine Mannen bringen, wohin sie gehört J ).

Geben zu Wartenberg an mendag nach st. Gallen tag anno domini etc. 60.

Das aufgedrückte Siegel des Ausstellers.Pap. Or. Stadtarchiv Freiburg.

1) 1460, Nov. 10. (mendag vor st. Martins tag, zu Wartenberg) schreibt der Graf denselben, der

Cornthur habe ihm geschrieben, er solle wegen des Kaufs von Härrdern vor seinen Mannen, wie sich gebührt,

Kecht hergehen lassen; er habe einen Tag angesetzt gen Brunlingen auf zynstag nach st. Andres tag schirst-

komend "), zu dem er auch sie lade, da sie sein erwähntes Eigengut zum Theil innehaben. Pap. Or. mit auf-

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