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3 (1878) Quellen zur Geschichte der Grafen von Fürstenberg vom Jahre 1400 - 1479
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1446.

1j. 1446, Juni 6. Burgermeister und Eath der Stadt Vberlingen schreiben an Burgermeister und Eath

der Stadt Rotwil: „als ir vns wider geschriben hand von Brosy Caspars vnd siner gesellen, ouch der antwurtwegen, so üch vnser herr graue Egen von Fürstemberg etc. gegeben vnd vch das recht abgeschlagen hat,mainen wir: nachdem vnd Brosy vnd sin gesellen vch vnd die vwern vnbewart ir 6ren vnd vneruolgt allesrechten beschädiget haben, das vch zu vmbbringung der büben nichtzit fürderlichers vnd vssträgenlichers wer,denn das ir der ainen, der also von in beschädiget worden ist, zürn nehsten hofgericht, das da wirt an demnehsten zinstag vor st. Johans tag ze Sonnwendin (Juni 21.) nehstkomend, herab schickten, vnd das der zwenmit im bräht, die im hülfen sy in aucht swern." Datum feria secunda infra octavas Penthecostes anno etc. 46.Gleichzeitige Pap. Copie. Stuttgart.

■c. 1446, Juni 11. Egen Graf zu Fürstenberg und Landgraf in Baur schreibt an Burgermeister und

Rath zu Rotwyl: nachdem deren Eathsboten mit ihm geredet haben wegen der Knechte, die zu Fürstenberggefangen liegen, und ihn gebeten, ihnen einen Bechttag gegen dieselben zu setzen, setzt er ihnen solchen aufden nächsten gutemtag nach st. Johans tag ze Sünwendü gen Fürstenberg (Juni 29.) Geben vf samstag nestvor vnßers herren Fronlichams tag anno 46. Pap. Or. mit dem zum Verschluss in grünem Wachs aufge-drückten Siegel des Ausstellers (unkenntlich). Stuttgart.

Auf einem besonderen undatirten Zettel, Nachtrag zu diesem oder einem späteren Schreiben, schreibt.(Graf Egen an Rottweil): Die sache wegen der Knechte habe sich lange verzogen, „da durch nun grossü costvff die knecht gon wirt vnd ouch vntz her gangen ist; nun ist der wirt, an dem die knecht essen vnd trinckennemend, vnd ouch die knecht, die ir hütend, vnwillig worden, da mugend ir mit inen schaffen, daz sy für-basser willig beliben, vnd lond vns darumb vwer antwrt wissen."

d. 1446, Juni 24. Eggen Graf zu Fürstenberg etc. schreibt an Burgermeister und Rath zu Rotwil:

„alß ir vnß uff gester ainen brieff gesant hatten, der nun wist von den von Überlingen, den wir nun geant-wrt haben, verstönd wir nun wol an üwerm schriben, das söllichs der schriber übersencben (sie) hat, vnd irvnß ietz zu mal aber bitten ainen gelaiczman in üwer stat zu schicken, das wellen wir nun gern tun; so wis-sent ir och wol die löff, die denn iecz zu mal in dem land sind; da tfind so wol vnd versenchent üch desterbaß, denn der tag mengklichem wissent ist." Geben uff st. Johans tag züSünnwendü 46. Pap. Or. mit auf-gedrücktem Siegel des Ausstellers. Stuttgart.

-e. In Stuttgart liegen noch weitere Correspondenzen, Or. und Copien vom Juni 1446, zwischen den

Städten Rottweil, Ulm, Überlingen, Biberach und Virich Röchling von Aüspürg, welche oder deren Angehörigedurch Caspar Brosi und seine Gesellen beschädigt wurden. Die Correspondenzen betreffen die zu ergreifendenMaßregeln der rechtlichen Verfolgung gegen die in Fürstenberg gefangenen Räuber. Femer zwei Achtbriefe(Perg. Or.) von 1446, Juni 22. (mitwochen nechst vor st. Johannstag ze Sonnwenden) vom Grafen Johans vonSulcz, Hofrichter zu Rotwil, unter dem Siegel des Hofgerichtes ausgestellt, besagend, dass Jose Pfister, ge-nannt Kridenman, Burger zu Lindöw, selbdritt auf dem Hofe zu Rotwil mit Urtheil in die Acht geschworenhat: Ambrosy Caspar von Bemang, Hennslin Rüber von Stain, Hannsen von Husen, genannt Glärin, ConratenMetzger den Stocker und Hannsen Lüpolt, genannt Hüpscher von Bollingen, weil ihm diese auf des ReichsStraße mit Raub das seine genommen, worauf dieselben in das Achtbuch des Hofes zu Rotwil geschriebenund als offene verschriebene Aechter vom Frieden in den Unfrieden erklärt werden. Ebenso hat Hanns Hoplervom Buhelhofe selbdritt auf dem Hofe zu Rotwil mit Urtheil in die Acht geschworen: Ambrosy Caspar vonBernang, Conrat Koffer von Costentz, Hannsen Lüpolt, genannt Hüpscher von Bollingen, Vlrichen Krench vonvberlingen und Hennslin Bächlin, genannt Gütwin, weil ihm diese bei Nacht und Nebel „roplich" das seinegenommen, ihn eingefangen und geschätzt haben. — Ferner liegen dort zwei Vollmachtbriefe von 1446, Juni 25.

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