WtMmT •
Hr
256
1443.
komen, gar eerlichen gehalten. Wie uu dise zwen graven nach cbristenlicher Ordnung zu kirchengangen, und man nach dem imbis anneng zu danzen, auch baide hochzeiternen sampt andern grevinenund freinen, deren nit wenig alda, fast kostlichen geschmückt und gezieret, ward under denen diegrävin von Furstenberg für baide ire Schwestern, auch gemainclich für all andere frawen, gelopt,also das ir von wegen irer schöne und guten geperden kaine gleichen möcht. Es war auch herrWörnher freiherr von Zimbern mit grave Ulrichen von Metsch, als mit seinem vertrawten freundtund gesellen, dahin komen, dieweil sie baide bei herzog Sigmunden zu hofe waren. Derselbig herrWörnher wardt von menigclichem als der gredest, lidmeßigest herr under allen denen, so auf diehochzeit komen waren, geachtet, desshalben er fast angesehen und gelopt ward. Dasselbig nam graveJohanns von Furstenberg, der von leib und gestalt auch schön was, mit beschwerde und zu ainer be-sondern mhue auf, als ob das lob, herrn Wörnhern verlihen, ime zu schmach und nachtail raichte.Sollichs abzulainen, pot er aus, mit im zu rennen, welches herr Wörnher mit begirde anzunemen be-willigt, wiewol gedachtem von Furstenberg das furgenomen rennen von seinen freunden und schwe-gern, besonder aber von grave Ulrichen von Metsch, der dann zu Insprugg villmals die sterke herrnWörnhers gesehen, fast widerraten wardt. Dises alles möcht nichts verfallen, es wolte der vonFurstenberg seinen furgenomnen willen volstrecken. Also rüsten sie sich zue baiden thailn. Desmorgens nach essens ward die pan zu Stockach berait, dahin sich dann frawen und junkfrawen indie leden, zuzusehen, verfliegt hetten. Als sie baide auf die pan gerust kamen und mit inen graveJohanns von Neuenbürg und der ander preutigam sampt andern herrn und vom adl, wardt das stechenangefangen und das erst treffen grave Johannsen von Tengen und grave Ulrichen von Metsch ver-ordnet, das ander grave Johannsen von Furstenberg mit herrn Wörnhern von Zimbern, und dienet auf derpan grave Johannsen von Furstenberg sein schwager, grave Hanns von Tengen, aber herren Wörnhernvon Zimbern dienet grave Ulrich von Metsch, als dem, der im zu ehren und gefallen von Insprugggeritteu was. Als sie nun rannten, begab sich durch unfall und sterke herrn Wörnhers, das er denvon Furstenberg rannt, das er für tod lag, und in wenig tagen hernach zu Furstenberg, dahin ersich tödtlichen krank in ainer rosspar het fieren lassen, desselben rennens gestorben *), des nämlichfraw Anna, sein gemahel, sambt iren Schwestern ain herzliehs laid und mitleiden trugen, auch herrWörnher gleichermaßen ain große clag fuerte, mit entschuldigung, das im sollichs von herzen laidwere, hett auch kain größere beschwerde , dann das sich solcher Unfall zugetragen. An solcher ent-schuldigung het die freundtschaft ain benuegen. Über kurze zeit hernach schickt sich grave Ulrichvon Metsch mit seinem gemahel, fraw Agnesen, anhaimsch geen Insprugg zu reiteu, mit dem herrWörnher, als mit seinem bösten freunde und gesellen, auch widerrunib geen hove ritt. Mitler zeitbefluße sich grave Ulrich von Metsch, den unwillen herrn Wörnhers bei denen andern graven vonFurstenberg abzustellen, und ward durch in sovil bei inen erhalten, das nach fraw Anna von Fursten-berg witwe geschickt und zu grave Ulrichen von Mötschs gemahel, ir Schwester, zu komen beschaidenwardt, durch welchen volgendts sovil gehandelt, das gedachte fraw Anna herrn Wörnhern von Zim-bern ehlichen vermehelt ist worden 2 ). Man sagt, es Imb graf Hanns von Furstenberg iezgedachtesein gemahel, die von Kirchberg, im todtbett gebetten, so sie des willens, nach seinem absterben sichwiderumb zu verheiraten, allain den von Zimbern nit zu nemen. Das sie aber hernach solchem pittnit nachkomen, ist die ursach, das sie irn herrn und freunden, die den heirat also für guot ange-sehen , gefolgt hat. So haben auch die andern graven von Furstenberg irn agnaten, graf Hannsen,
1