1437.
197
1437, Febr. 23.
258- Graf Johans von Tengen, Landgraf in Hegow nnd in Madach und Hans Bessrer
und Hans Zetler, Stadtschreiber zu Überlingen bekunden: der erber Ruland Bernolthat den edeln Grafen Egen von Fürstenberg, des Grafen Johans von Tengen lieben Oheim,wegen der Streitigkeiten, die zwischen ihnen ausgebrochen, „mit reht gen Nürenbergfürgenomen", die Sache ist aber mit Consens beider Parteien durch den edeln HerrnWilhelm von Rehberg, Hofrichter, auf die frommen, weisen Bürgermeister und Rath
r
der Stadt Vberlingen „zum rehten vertädingt" worden, welche dieser Sache wegeneinige, von beiden Parteien besuchte Rechtstage angesetzt und etliche Rechtsprüchegegeben haben. „Wän in semlichen sachen ettlich Sachen angestelt wurden", sohaben sie, Graf Johans von Tengen, Hans Bessrer und Hans Zetler, darum einen güt-lichen Tag gen Stockach angesetzt und hier mit Hilfe des edlen Jergen von Geroltz-egg, Freiherrn zu Sultz und Hainrichs von Almshofen, die auch des Grafen Egenvollen Gewalt hatten, die Parteien zum Versprechen gebrecht, sich ihrem Urtheilegetreu zu unterwerfen. Daraufhin haben sie also entschieden: Aller Unwille zwischenden Parteien und allen Betheiligten soll todt und ab sein; Rüland soll des GrafenEgen „besülten, verbrotten diener vnd sin hoffgesind, ouch alle die, so im von aigen-schafft ald vogtye wegen zu. versprechen stand, wo die in auht sint vnd in sinemauhtbüch verschriben stand, von auht laussen vnd vssschriben, vnd dieselben also in-geschrifft vbergeben" ohne Kosten dieser Diener und armen Leute; „war aber, dasim kainer desselben graff Egens diener ald arm man sust vnt schuldig war, vnd dasvon gerichtes wegen nit her langty, vnd ouch vnlogenbär war, dar zu sol im grauffEgen gunst vnd furdernüss tun, daz im semlich vssrichtung tilgen mit pfänden oderPfennigen, wen daz Ruland ald sin bottschafft von sinen wegen begert"; „waren abersemlich sollichen schuld nit gichtig vnd nit anred", so sollen beide Theile darumeinander vor Bürgermeister und Rath der Stadt Engen belangen und deren Urtheilesich fügen; da Ruland „semlichs swärlich erholt vnd eriagt hatt vnd der sachen halbgrossen costen vnd schaden genomen hätt" , soll ihm Graf Egen zum Ersätze nachStockach in seines Bruders Haus 40 fl. rh. zwischen jetzt und kommenden Maitagübermitteln.
Die Urkunde wurde doppelt ausgefertigt.
Geben an st. Mathyas aubend des hl. zwölf boten 1437.
Die Siegel der Aussteller fehlen.Perg. Or. Donauesclüngen. B.
BHH
mm
mSm
ö*Fan
m&