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1417.
1417, Mai 9.
Kirchheim.
114. Eberhard der ältere Graf zu Wirtemberg a ) schreibt den ehrsamen und weisen,
Meister und Eath zu Strassburg, seinen besondern guten Freunden: „als ir vns ge-schriben hand von vnsers öheims graff Conrats von Fürsteniberg vnd der von Valken-stein wegen etc., haben wir wol verstanden vnd lassen üch wissen, daz wir von derobgenanten teil in tage für vns zu setzen deheinen noch nit gebetten sin, daran irwol verstend, das vns nit gefüglich were in vngebetten tag für vns zu bescheiden;dann, lieben fründe, weren wir von beiden teiln gebetten worden, was wir dann liehzu liebe vnd früntschaft darinne getan künden haben, dez wölten wir willig sin gewesen".Geben zu Kircheim an sonntag nach dez hl. Crütz tag zu Meyen anno 1417.
Mit aufgedrücktem Siegel des Ausstellers.Pap. Or. Stadtarchiv Strassburg.
1) Um diese Zeit (nicht vor 1406, da Eberhard der Milde in zweiter Ehe Elisabeth, die Tochter desBurggrafen von Nürnberg heirathete, deren Wappenschild neben dem seiner ersten Gemahlin an dem Hänge-leuchter erscheint, und nicht nach 1417, Mai 16., da Eberhard starb) ist das interessante Gemälde entstanden,das eine Versammlung geistlicher und weltlicher schwäbischer Herren unter dem Vorsitze des Grafen Eberharddes Milden von Wirtemberg darstellt. Vergl. darüber Steinhofer, Neue Wirt. Chronik, II, 647, und Stalin,Wirt. Gesch. III, 355, Anm. 1. Eine Copie in der Ambraser Sammlung, welche die Jahrzahl 1540 trägt, istphotographisch vervielfältigt in den Mittheilungen der k. k. Centralcommission zur Erforschung und Erhaltungder Kunst- und historischen Denkmale, Neue Folge, Bd. II, Heft 4, 1876, vor S. 81, wo jedoch in dem er-läuternden Texte Steinhofers und Stalins Bemerkungen übersehen und das Bild irrig auf eine Sitzung desschwäbischen Kreises gedeutet ist. An neunter Stelle zur Rechten des Grafen Eberhard sitzt der „Graf zvFirstenberg", wie ihn das Band über seinem Wappen bezeichnet. Gabelkofer (s. Steinhofer a. a. 0.) nenntihn als Grafen Heinrich und da der Graf noch jugendlich erscheint, wird Graf Heinrich V. zu verstehen sein—unseres Wissens das älteste gemalte Porträt eines Fürstenbergers, das erhalten ist.
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1417, Mai 31.
115. Johans, Abt des Gotteshauses zu sant Blesi gibt dem edeln, wohlgebornen
Herrn, Grafen Egen von Fürstenberg, seinen Leibeigenen Hansen den Hofwiser vonTeggingen, Dietrichs von Pforren Tochtermann, um des Grafen Eigenmann HansenKöllis von Pforren, Henslis des Teggingers zu Emmingen Tochtermann.Geben am Pfingstmentag 1417.
Das Siegel der Abtei St. Blasien (untere Hälfte fehlt; spitzoval; unter reichem gothischem Baldachindie stehende Figur des Abtes, Stab in der 1., die r. segnend erhoben; zu beiden Seiten ein kleiner Schild, ab-geschliffen; von der abgeschliffenen Umschrift lässt sich nur der gothische Charakter der Lettern erkennen).
Perg. Or. Donaueschingen. B.