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3 (1878) Quellen zur Geschichte der Grafen von Fürstenberg vom Jahre 1400 - 1479
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1417.

Namens Verena zuerst urkundlich festgestellt; (vergl. Stalin, Wirt. Gesch. III, 706, 707; Schmid, Pfalzgrafenvon Tübingen, 563 und Stammtafel III). Sachs, Gesch. v. Baden, I, 638 nennt Konrads Gemahlin Anna, dieTochter Hessos von Usenberg; ob dieß irrthümlich ist oder ob Konrad zwei Gemahlinen hatte, muss dahinge-stellt bleiben. Sicher ist jedoch, dass Verena nicht, wie Münch und Fickler amiahmen, aus dem Hause Fürsten-berg stammte. Wenn sie Graf Konrad von Fürstenberg in dem Schreiben von 1416, Dez. 12. seine Muhmenennt, so entspricht dieß, auch ohne dass Verwandtschaft vorlag, nur den damaligen Titulaturgewohnheiten,wie sie denn auch Heinrich von Geroldseck in dem obigen Schreiben eben so bezeichnet. Würde Verena ausdem Hause Fürstenberg stammen, so könnte nur ihre Herkunft vom Grafen Heinrich IV. oder vom GrafenJohans von Fürstenberg - Haslach in Betracht kommen. Im ersteren Falle wäre sie Konrads Schwester, wasdurch die auf die Heidburg bezügliche Correspondenz ausgeschlossen wird; die andere, von Münch und Ficklergetheilte Annahme wird durch die Fehde zwischen Konrad I. von Tübingen und Johans von Fürstenberg-Has-lach im Jahre 1381 (s. oben II, Nr. 389; Schmid a. a. 0. 562), sowie durch ein urkundliches Zeugniss, wo-nach Graf Johans ohne eheliche Leibeserben starb (II, Nr. 515), widerlegt. Vergl. auch oben II, Nr. 501.Anm. 1.

2) Graf Konrad von Fürstenberg legte im März 1417 dem Grafen von Eberstein und dem Herrn vonGeroldseck, wie sich aus einem Schreiben der beiden vom 20. März (feria sexta ante dominicam Letare) ergibt,Urkundenabschriften vor, welche diese bestimmt zu haben scheinen, von dem mit Verena und ihren Gemeinernzu Heidburg, Eppe von Hadstatt, Kitter, und Casper von Klingenberg, beabsichtigten Geschäft zurückzutreten,wenigstens finden sich keine urkundlichen Nachrichten mehr darüber. Dagegen besitzt das f. f. A. in gleich-zeitigen Copien eine Keihe von mehr formalen Correspondenzen über des Grafen Konrad Unterhandlungen mit GräfinFren von Tüwingen, Frau zu Lichtnecke, ihrem Sohne Grafen Konrad, Frau Gysel von Hadstatt, Caspar vonClingenberg und den andern Gemeinem vonHeidbui-g vom Jahr 1417 wegen der Wiederlösung der Burg durchden Grafen und sein Kecht dazu,als Erbe seines Vaters oder als Erbe derer von Fürstenberg überhaupt",aus welchen erhellt, dass mehrere Tagfahrten zur Verständigung angesetzt, aber zum grossen Verdrusse desGrafen stets von den Gemeinem, welche nurunverbunden" erscheinen wollten, unter Vorwänden vereiteltund so die ganze Sache hingehalten wurde.

1417, Jan. 28.

Kaiserstuhl.

112. Bischof Otto von Coustanz schlichtet eine zwischen den Gebrüdern, Grafen

Heinrich und Egen von Fürstenberg und dem Stifte Zurzach wegen der im Fürsten-thunie ansässigen Eigenleute obwaltende Streitigkeit:des ersten, wen es wirt, dasdieselben Verener, man oder frow, zu der obgenanten unser sweger eigen lüten griffen,so süllen derselben lünd, so sy dann gewinnent, unser sweger, ir erben und des vor-genannten probst und capitels und ir nachkommen, des gotzhus zu Zurzach gmeineigen lüt sin und heissen, und sol ein jettlichs solichs gmein mensch, man und frow,der herschaft von Fürstenberg und den herren von Zurzach ein fastnachthnhn richtenund geben alle jar. Wenn es denn gott fügt, das ein man oder frow, die also zu-samengriffen hand, abgot, so sollend die vorgeschribnen unser sweger oder ir erbenund die herren von Zurzach und ir nachkomen ein gemeinen vall nemen und nicht

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