Druckschrift 
7 (1891) Quellen zur Geschichte der Fürstenbergischen Lande in Schwaben vom Jahre 1470 - 1509
Entstehung
Seite
141
Einzelbild herunterladen
 

■ ■■ ; ■-.■■.■■■'.■. ■

P ■

1480.

Hl

in aller maß, als ob der mensch da gestorben vnd gegewürtig wäre, vnd süllent dan darnach vff ainentag, so erst das gesin mag, ain lüppriester vnd die pfleger fürne.nen vnd dem gestorben menschen vß derbr&derschafft sin begrept begon mit den verpfrönten priestern hie zu Hüfflngen in der pfarkirchen mitvigily vnd seimessen, als sich dan gebürt, in glicher wyse, als ob die lych gegenwirtig wäre; darzü magdan komen, wer des willen oder gnäd haut. Es sol och ain iecklicher brüder oder Schwester diser brüder-schafft verbunden vnd schuldig sin vff yecklich fronuasten oder wan er das da zwdschent geton kan, derdan ain layge ist, zu betten fünftzechen pater noster vnd souil aue Maria, das sich ain gantz iär machetsechtzig pater noster vnd souil aue Maria, zu lob vnd ere dem liden vnsers herren Jesu Christi vnd zuhilf vnd trost den brüdern vnd schwestren der brüderschafft vnd des grossen iärzittes gemainlich, die nochin leben oder von disem zytt geschaiden sint. So sol ain iecklicher priester, der ain brüder dir brüder-schafft ist, also vnd für das gebett schuldig sin zu haben des iars vier messen; das sich gebürt vff ieck-lich fronuasten ainen oder wan er das da zwüschent geton kan. Item ob sich machte, das ain brüder oderSchwester also geschickt wurde, das er hinweg ziechen must oder wSlt, so wytt, das er darnach den iär-lichen zins nit alle iär gerichten künde, der mag das ablösen mit ainem halben guldin von den pflegernder brüderschafft vnd wäre dan des nit me schuldig zu geben; doch wäre er dannocht schuldig ze betten,als vorstaut. Item es sol och nun fürohin zu ewigen zytten bestelt vnd gemacht ze werden ain grossykertz vnd darzü vier ciain kertzen, die in ainem gehenck in der pfarkirchen zu Hüfflngen hangen süllen,vnd zu den vier hochzytten vff Allerhailgen vnd Allerselen vnd vff den gemainen iärzytt tag zu vesper,metty vnd meß alle fünf süllen brinnen, vnd zu allen hochzytten Vnser lieben Frowen, zwolfbotten vndewangelisten tag die gros vnd sunst zu andern zytten, so man in der kirchen singt vnd liset, zu lob vndere got dem herren, der hymelschen küngin vnd iunckfrowen Marie vnd allem hymelschen her vnd zuhilf vnd trost den lebenden vnd den totten. Item es süllent och durch die pfleger der brüderschafft alleiär bestelt vnd gemacht werden vier kertzen, die zu dem gemainen iärzyttag vnd och zu den vier iär-zitten vnd zu ains iecklichen brüders oder schwester libual zu meß vffgesteckt, gebrent vnd darnach widerbehalten werden. Item es süllen alle iär vff dem gemainen iärzytt gezogen werden vnd gesetzt dry pfleger,die zwen in der statt vnd der ander vsserthalb. Die süllen also gezogen werden, das ain kilcher zu Hüf-fingen vnd amptmann, die in der brüderschafft sint, vß der brüderschafft berüffen süllen ainen vnd darnachaber ain, bis ir sechs werdent, die sy darzü gut bedunckent. Vnd die selben sechs mit ainander söllentdan die dry pfleger ziechen, die sy dan darzü tögenlich vnd gut beduncken, die och zu der pflegerschafft,als sich gebürt, globen süllen, vnd süllent dan vor denselben sechsen die dry alten pfleger den nüwen pflegerndie brüderschafft ingeben vnd pflegnüß halb rechnung tun, vnd was sich das selb iär der brüderschafft ge-bürt fürzenemen, das den pflegern zu swar sin wölt, so sölten sy die obgenanten sechs zu inen berüffen vnddan all mit ainander das fürnemen vnd ansechen nach dem besten der brüderschafft zu fürstand ongeuar-lich, vnd was die selben handien, daby sol es beliben vnd dem nachgangen werden. Wäre aber die sachso treffenlich, das sy das nott bedunckte, so möchten sy noch mer der brüder, als vil sy gut bedüchty, zuinen ziechen, wie sy dan das mit ainander oder der mertail ansechent vnd für nemen, dem sol och nach-gangen werden. Es sol och nach ains yecklichen brüders abgang nach sinem tode an die brüderschafft vndgros iärzitt von sinen fründen vnd erben geben werden fünf Schilling haller vnd von ainer schwester, dieain wyttwe vnd ir man nit in der brüderschafft war, och fünf Schilling haller, oder wer des sicher sin wöltvnd nach sinem tod nit belib anston, der möcht das by lebendem Hb vßrichten vnd solte dan sin erben desledig sin. Item ain yeglicher brüder, der in der brüderschafft ist, der sol laussen machen ain zaichen, wiedan das bestympt wirt, von ainem halben lot silber; dieselben zaichen süllent dan vff das gemain iärzyttoffenlich von den brüdern getragen werden, vnd sol kainer des selben tags, so er das zaichen trait, wederspilen noch karten, och an dehain tantz noch ander onzümlich end by pen, so daruffgesetzt wirt, tragen.Vnd das selb zaichen sol dan nach ains yeden brüders tod an die brüderschafft vnd gros iärzytt geuallen,vnd die pfleger süllen och alle iär schuldig sin den libfal inzebringen vnd zu verrechnen. Vnd ain ieck-licher priester, der in diser brüderschafft ist, sol sich och darzü schicken, ob er mag, vff den gemainen iär-zyttag meß ze haben hie in der pfarkirchen zu Hüfflngen oder in siner kirchen der brüderschafft zu trost,