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7 (1891) Quellen zur Geschichte der Fürstenbergischen Lande in Schwaben vom Jahre 1470 - 1509
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1470.

7) 1475 frytag vor Letare Mitvasten [Märe 3.] verkauft JSrig Begkemback zu Gießingen LudwigBotpletzen, Schultheissen zu Villingen, um 100 fl. Eh. 7 fl. auf Martini fälligen Zins aus der Steuer zuHeringen, die laut des auf st. Anthonien Tag [Jan. 17.] 1451 besiegelten Zinsbriefes mit 140 fl. Eh. ab-zulösen stehen, und aus denen er 2 fl. ablösbaren Vorzins Heinrich Kellers sei. Kindern verkauft hat. DieEinlösung dieser 2 fl. Vorzins, den der Käufer von den 7 fl. zum voraus diesen Kindern zu geben hat, be-hält der Verkäufer für sich und seine Erben. Perg. Or. mit den zerbröckelten Siegeln des Ausstellers undJacobs von Valckenstain. Donaueschingen.

8) 1476 2 a Pentecosten [Juni 3.] leiht Abt Johannes von Eeichenau ein Gut zu Heringen , das4 Malter Eoggen, 3 Malter Haber und 2 Hühner giltet, den Halbteil des Vogtzehendens und eine Wiese,unten in Bechin gelegen, zu Meringen nach dem Abgang Steffans Liden, Hanssen Bockschays, LidensTochtermanne, seinem Vogte zu Meringen a ). Eeichenauer Lehenbuch 638 a Bl. 179. Karlsruhe.

a) Abt Martin von Eeichenau leiht diese Stücke 1492 st. Thomans aubent appostoli [Dez. 20.] HannsenBockscheis, Vogt zu Möringen, seinem Gotteshausmanne, und zugleich demselben für ihn und als Träger Berch-tolts von Sonthußen das Holz und Feld, gen. Berhalden, bei Möringen, wie das ihm ganz heimgefallen ist;1501 montags nach st. Marxtag [Apr. 26.] leiht derselbe diese Stücke nach Abgang des Hans Bockschais dessenSohne Connrat. A. a. 0. 638 b Bl. 129.

9) 1476 sampstag post Assumptionis Marie [Aug. 17.] ersucht Wernher von Zimbern, Vogt zuBregentz, Graf Johannes von Sultz, des hl. Eeiches Hofrichter zu Botwilr, auf Bitten seines Oheims Casparvon Clingenberg und des Vogts, der Eichter und der Gemeinde zu Meringen, die von Meringen , welche eretlicher Zuspräche halb auf dem Hofgerichte anklagen und „inschriben" lassen hat, aus dem Achtbuche desHofgerichts zu „delieren". Zimm. Kopialbuch II, 276.

10) 1487 mentag nach Letare zer Mitteruasten [März 26.] verkauft Caspar von Klingenberg , der

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jüngere, Herrn Gallo Ohem, Priester und Caplan zu Eatolffszelle, und Nesa Schiner, dessen Mutter, für12 fl. Eh. 1 Malter Kernen Zeller Mass auf Martini in Eadolfzell zu reichendes Leibgeding aus seinemEigengut zu Meringen, genannt der Techant Hoff, den jetzt Hanns Lütin zu Meringen baut. Nach beiderTod geht das Leibgeding jährlich an den st. Anthonienaltar zu Meringen, oder, wenn daran eine Pfründegestiftet wird, an dessen Kaplan. Gallus und Nesa vermachen nämlich das Leibgeding dem Anthoniusaltarund bestimmen, dass der Kaplan des Altars, wenn eine Pfründe errichtet ist, um alle Frohnfasten ihrergedenken, jährlich eine Seelenmesse lesen und sie in seinem Gebet treulichst haben soll. Perg. Or., dieSiegel des Ausstellers und des Hanß Boxscheiß, Vogts zu Meringen, abgefallen. Möhringen, Pfarrregistratur;abgedruckt in den Schriften des Vereins für Gesch. des Bodensee's I, 127—129. S.

11) 1487 mentag vor st. Virichs tag [Juli 2.] verkaufen Anna von Göberg, geb. von Eyschach,Jacobs von Göberg sei. Witwe, und ihre Söhne Jörg und Hans von Göberg in Beisein Büfen von Eyschach,ihres Bruders und Vetters, und Hansen von Lupfen, ihres Schwagers und Vetters, an Caspar von Klingen-berg, den Jüngern, um 140 fl. ihre 2 Teile des Faißtenzehntens zu Meringen, dessen dritter Teil den ErbenEberlis von Eyschach, ihres Schwagers und Vetters, gehört, wie dieselben Jacob von Göberg sei. vonHans von Sunthusen sei. geerbt und als Lehen von ihrem gnädigen Herrn von Ow innegehabt hat. DerInhaber dieser zwei Teile muss aus ihnen dem Kaplane des Allerheiligenaltars in der Leutkirche zu Me-ringen 4 Malter Veesen, 4 Malter Haber und 4 Malter Eoggen Meringer Mass und „souil ärbs, wie sichdann von ainem mutt die zwen tau gepuren vnd ziehen", zu Vorzins geben a ). Perg. Or. mit dem be-schädigten Siegel der Ausstellerin (26 mm D., IV A 2), die Eüfs von Eyschach zu Lüpfridingen und Hansenvon Lupfen zu Schauffhusen, angehängt für Jörg und Hans von Göberg, fehlen. Donaueschingen.

a) Auch das obgen. Drittel dieses Zehntens, aus dem dem gen. Kaplane je 2 Malter Veesen, Haber undRoggen und 1 Drittel Mut Erbsen zu Vorzins gehen, verkaufen 1488 donrstag vor st. Sixsts tag [Juli 31.] Hansund Eberly von Rischach, Gebrüder, von der Nüwenhewen an Caspar von Clingenberg, den Jüngern, um 70 fl.Perg. Or., die Siegel des Hans von Rischach und Rudolfs von Memmerßwiler, angehängt für seinen lieben undguten Freund Eberly von Rischach, fehlen. Donaueschingen. — Den ganzen Laienzehnten, der nunmehr an gen.