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7 (1891) Quellen zur Geschichte der Fürstenbergischen Lande in Schwaben vom Jahre 1470 - 1509
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14701509.

nöten verloren, so sol ym die statt ander eymer geben oder aber die bezaln a ). Item fürhacken vnder derlaben sin sollen.

[31] Nachgeschriben artigkel sint durch vnsern gnedigen hern, schult-haiß, rat vnd gemaind züWolfachver willigt, gesetztvndzü halten zugelassen,mergklich clagen, so bißhar geweseii sindt, damit abzustellen etc. Des ersten vongichtiger schulden wegen, wo clag fürn schulthaiß oder stabhalter kompt, soll der stabhalter fragen, obainer der schulden gichtig sige, sagt dann der gl8biger ja, so soll in der stab gebietten b ), den clager inacht tagen zu bezaln mit gelt, pfänden oder sust, damit der cleger vnclagbar gemacht werde. Beschichtdas nit vnd kompt verrer clag furn stab, so soll der schulthais den stätknecht dem frömden vmb ain 3\lihen vnd dem haimschen nach der stat recht, der soll mit dem cleger in des Schuldners hußwonung gon,er sig dahaimen oder nit, so soll der stätknecht verpfeuden den cleger mit pfänden, die gelts wert sigen,wölliche pfand sollen acht tag still ligen, vnd werden die nit gelöst, also das dem cleger nit ain benugenin der zit beschehen ist, so soll der stätknecht schuldig sin vff die nechst mitwoch nach den 14 tagen diegegeben pfandt vmbzüschlahen straks, vnd mag ainer die schuld gegeben pfänden nit lösen, soll derstattknecht vff stündt hinder sich gon vnd mer pfandt hollen für vnd für, biß er dem Schuldner sin geltlöst. Hett aber ainer nit varende pfand vnd dz man ligendt gut in pfands wiß angriffen müst, dz sollman vmbschlahen dry vierzehen tag nach der stat recht. Wo aber ainer aim gast der schulden logenbarwere, dem soll in gast wiß gericht werden, vnd so aber ainer aim burger logenbar were, sol im der stabgebieten, dem cleger by penn 2 ß, vff den nechsten rechttag der clag zu warten, vnd darf witter nit für-gebieten. [31 v ] Als vnser gnediger herr den frefel gemiltert hat, der bißhar swärervnd grosser gewesen, ist jetzt gesetzt: Wöllicher frefelich sin tegen, waffen oder gewertvßzugt, bessert vnserm gnedigen hern 3 % A vnd der stat 3 ß /Sj 1 helbling vnd 1 seckel Straßburger.Wöllicher blüttend wunden schlecht, bessert 3 Ü 3 ß 1 h Straßburger. Wöllicher mit hebeln, stecken,schittern, stainen oder derglich gevarlich schlecht, es geb lemi wunden oder nit, stat vf erkantniß des ge-richts, nach dem die sach ist. Wöllicher sich freffellich stalte in sin messer, waffen oder gewere frefellichgriffe, das man ain heben müst oder hübe, bessert vnserm gnedigen hern 5 ß, 1 ß der statt Straßburger.Wöllicher aim in sin har viel freffellich oder mit fünsten aim straich gebe, besser vnserm gnedigen hern5 ß vnd 1 ß der statt Straßburger. Wöllicher den ander freffellich liegen haist, besert (sie) 3 ß Straß-burger der stat. Todschleg, sweer frefel, die standt nach erkantniß ains gerichts zu Wolfach. Wöllichervff dem rauthuß in den vier muren obgemelter maß frefelt, der bessert in allen stücken zwifache büß vndpenn. In sölüchen frefeln allen, wer die bricht vnd verfeit, der ist die schuldig vnserem gnedigen hern vndder stat zu bezalen, aber darinn ist dem vnd den selben frefleren öwigklich zugelassen das widerrecht, dasbißhar nit gewesen ist, nämlich also, wo ainer vermaint, das er zum frefel getrengt oder gevrsäeht were,mag er mit recht vff sin widertail triben vnd wider in pringen nach erkanntniß des gerichts zu Wolfach.[32] Item als zwen mann im rüggericht bißher ain bidermann vbersagen möchten, hat vnser gnedigerherr die rüggericht fünf jar vff ain versuchen angestelt, damit dann alle vnrecht haimschen vnd frömdenzu frischer tatt dennocht gestrafft werden etc. anno vff Winnachten im 1504 [1503 Dez. 25.]. Ist gesetzt,wo vffrüren, frefel, hader oder vnzuchten vff dem rathuß in der statt, vorstatt, inn wirtshüseren oder sustan andern enden tags oder nachts vfferstünden oder beschehen, soll der stattknecht, wirt ald hußmann, sodaby sint, oder ob dero dehainer da were, ander, die es horten, [die] vnserem gnedigen hern vnd der stattgesworen hetten, die sollen söllich vffrüren stillen, als verr sy mögen etc. Beschehe aber darvber mitwaffen, geweeren oder worten freffel, so soll ain jeder schuldig sin, der gesworn hat, vnserem heren vndder statt friden zu machen, vnd sol dann der stattknecht, Stubenknecht, thorhütter, der wirt oder der, in des hußes beschicht oder sollich freflungen begangen weren, by iren ayden, vnserem gnedigen hern vnd der statt ge-sworn, schuldig vnd verpünden sin, söllich beschehen hader vnd freffel dem schulthaiß fürzübringen vnd an-züzögen, der sol vnd mag dann vnserm gnedigen hern vnd der statt ire frefel vnd verbot suchen vnd nacherkantniß des gerichts Wolfach straffen vngeuarlichen etc.

a) Dieser Satz ist erst nach 1500 beigesetzt. b) Am Rande von anderer Hand: an 2 ß Strassburger.