Druckschrift 
7 (1891) Quellen zur Geschichte der Fürstenbergischen Lande in Schwaben vom Jahre 1470 - 1509
Entstehung
Seite
5
Einzelbild herunterladen
 

14701509. 5

sol dem schultheissen sin fronung werden; w511icher aber da nit bezalt würt, von der selbenfrönung wärt ouch dem schultheissen nichtz. Item was von eim schultheissen vnd raut verbotten würt, dasvon eynichem geprochen vnd der selb gepfent vmb das verpott, so gehört dem schultheissen der dritteil vndder statt die zwenteil deß vnrechten.

[10 T ] Der burger ayd: Ain jeder, der ain burger zu Wolfach werden will, derglich ain bur-gers süne soll sweren, vnsern gnedigen herren von Fürstenberg N. für sin gichtigen herren zu haben, imvnd der statt Wolfach getrüw vnd holdt zu sindt, siner gnaden nütz vnd der statt nütz zu förderen, schadenzu wenden, gehorsam vnd gewärtig zu sind, wie von alter harkomen ist, on all geverde etc.

[11] Das ist der dienstknecht vnd bywoner ayde: Ain jeder dienstknecht oder by-woner swert vnserem gnedigen herrn vnd der statt, im nutz vnd fromen zu fürdern, schaden zu warnen, botvnd verbot zu haltend, der stürm glocken zu ze loffen vnd, was sy von der oberkeit oder bürgeren be-schaiden werden, gehorsam zu sindt vnd das best zu thünd. Was ouch ir ieder hie zu Wolfach zu schaffenhat oder gewint, dar vmb sol er recht geben vnd nemen zu Wolfach vnd kain anhangend sach mit im hün-weg ziehen. Wann ouch ainer nit mer hie sin oder wönen will, so soll er zum schnlthaissen oder sim stat-halter, dem daz empfolhen ist, gon vnd den ayd wider vffgeben mit münd vnd handt vngefarlichen. Es sollouch kain maister kain knecht vber acht tag nit halten, sonder den fürn schulthaissen bringen, mym herrnvnd der statt zu sweren by penn 1 SA, daz der maister besseren soll. Ist erkennt diß gebot zu halten.

[ll v ] Ein büttcl: Item ein büttel sol schweren einen eyd zu gott vndden heiligen, vnnserm gnedigen herren, einem schultheissen vnd raut getrtiw vndhold ze sind, irem schaden zu warnend vnd iren frommen zu werbend nach sinembesten vermögen. Item er sol schweren, was er sieht oder hört, das wider vnserngnedigen hern, schultheissen, raut oder die gemeyn statt sige oder schaden bringenmöcht, das sol er fürbringen vnd rügen. Item er sol ouch schweren, vnnserm gne-digen herren, eim schultheissen vnd raut gehorsam vnd gewertig ze sind. Item ersol schweren, die wacht getruwlich ze gepieten dem armen als dem rychenvnd dheinen vorteil darinn ze suchen. Item er sol schweren, am vmbschlag einemyeden getrüw ze sind, dem armen als dem rychen, vnd daruß ze bringen ungeuär-lich, was er daruß bringen mög. Item ein büttel sol ouch die graben der statt inougen vnd guter sorg haben, ymm sommer wasser ynkern, wann sie sin notturfftigsind, vnd ymm wynter die vffhöwen, als sich gepürt. Item er sol des rüßnerswarten vnd den, so vast er mag, rumen vnd sin lügen, ouch im winter das vf-slahen, vnd wann es not ist, so sol man im froner zügeben. Item ein büttel solouch die wacht allweg vmb vesper zit ein stund vor oder nach gepieten vngeuär-lichen. Item wenn einer nit anheymsch ist vnd die wacht an yn kompt, den selbenmag der büttel furgon desselben mals vnd hie nach, wann der selb wider kompt,die wacht wider erfolgen. [12] Item wenn groß schenckinen vnd groß ürttinen sind, so sol einstatknecht da sin vnd der helfen warten mit inschencken vnd rechnen. Item 10 ß <§ gibt man dem büttelvon anschniden allen win, den man hie schenckt, vnd sol allen win anschniden, ee dann man den in-legt, dartzü er berüfft soll werden.

[12 T ] Durch vnsers gnedigen herrn anwalt, schulthaisen vnd gantzen rätt der stat Wolfach ist er-kennt zu verpietten alle lustlich spil, wetten vnd andre nüw oder alt erdachte spil, weder mit karten noch

r H ! I

1111111$$!

HsöKfiftiiaSlH 1

BUK

TT

HB

lliiil

&. I

«*?

'm&Bi

1SUNHI

m