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6 (1889) Quellen zur Geschichte der Fürstenbergischen Lande in Schwaben vom Jahre 1360 - 1469
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1435.

geht, und sein Gütlein zu Oberohsabach, gen. Guntzlen bongarten, für lediges Eigen. Der Verkäufer undsein Sohn Alwich verzichten in des Spitalmeisters Hand an des Spitales statt auf alles Recht an diesenGütern. Alwich wird mit seinem Oheim Johans dem Spekker Gewähre, dass sein Sohn Frikk, wenn er zuseinen Tagen kommt, diese Güter dem Spitale ebenfalls aufgebe. Perg. Or. mit den Siegeln des Pfullen-dorfer Ammanns Cünrat Grämlichs und Johans des Spekkers. Überlingen, Spitalarchiv.

2) 1450 zinstag nach st. Michels tag [Okt. 6.] bekunden Conrat Schorp von Frödenberg, LudwigBibrach, weiland Bürgermeister, und Hans Moser, Pfleger und Meister des Spitals Vberlingen, welche zurBeilegung des langwierigen Streites zwischen der Bauerschaft des Dorfes Ochsenbach, das Conrat Schorpenals Vogt zugehört, und der zu Denckingen, das dem gen. Spitale gehört, wegen Tratt, Wun und Weideals endgiltige Schiedsrichter Haintz Schorp, den Zimmermann, Bürger zu Vberlingen, Jäck Vngerauten,Hanns Schalck und Hanns Neff, alle 3 von Denckingen, aufgestellt haben, weil sie selbst, obwohl vorzeitenlaut eines versiegelten Sprnchbriefes darüber eine Entscheidung getroffen worden, doch über die Sachenicht genügend unterrichtet waren, das diese Schiedsrichter die beiden Bauerschaften geeinigt haben a ).Die von denselben bestimmten vielen Grenzmarken sind verzeichnet. Perg. Or. mit den zerbrochenen SiegelnConrat Schorps und des Spitales Vberlingen. a. a. 0.

a) Trotzdem entstand wieder Streit über diese Punkte zwischen beiden Dörfern, der 1465 frytag vorst. Vrbans tag [Mai 24.] zu Pfullendorf durch Vergleich beigelegt wurde. Perg. Or. a. a. 0.

3) 1451 donstag nach des hl. Crützes tag in dem Mayen [Mai 6.] vergleichen Eberhart vonGamerschwang und Herman Eonbüchel, beide Bürger und des Rats zu Vberlingen, den festen Conrat Schorpzu Frödenberg mit den Pflegern und Meistern des Spitals Vberlingen wegen des dem Spitale gehörigen Hofszu Oberouchsembach, gelegen hie diesseits des Bachs gen Denckingen wärts , von dem ersterer behauptete,der Hof gehöre in seine Zwinge und Banne, weil er ehmals jenseits des Bachs gegen Ochsenbach gestandensei, und solle ihm mit Diensten zu Gericht und allen andern Sachen gehorsam sein, während die Pflegerwollten, der Hof stehe auf dem ihrigen und in ihren Zwingen und Bannen, und deshalb seien das Gut undder Maier, der es baue, Schorpen in nichts verpflichtet, also: Da das Haus des Hofes an eine andereStelle versetzt ist, weshalb die Leute zu Ouchsenbach, die Recht zu dessen Tränke haben, zu dieser denWeg nicht mehr haben, so sollen die Spitalpfleger denselben einen andern Weg zur Tränke geben. Weran den Inhaber des Hofes Pfand begehrt, soll dies mit einem Ammann zu Ouchsenbach nehmen und es dortrechtfertigen. Ist der Maier, der auf dem Gute sitzt, nicht Leibeigener des Spitals oder der Stadt Vber-lingen , so sollen Schorp und seine Erben ihn „zu gericht gen Ouchsenbach brachen", ist er aber alsoleibeigen, so mögen beide Teile ihn gen Ouchsenbach und gen Denckingen zu Gericht brauchen, beide Teilesollen aber ihre Gerichte nach Herkommen brauchen. Jeder Maier, der auf dem Gute sitzt, muss Schorpenund seinen Erben mit seinem Zugvieh, wie er das auf seinem Gute hat, jährlich drei Tage „zu den artendienen vnd eren", sonst ist er mit Diensten, Reisen und allem andern ihm nichts verbunden. Perg. Or.mit den beschädigten Siegeln der Aussteller, Schorps und des Spitals Vberlingen. Karlsruhe.

1435, Dez. 2.

2Q9 < Hainrich Pfisterwerk, Vogt zu Frowenueld, bezeugt, dass vor ihm, als er zu Frowenueld in der

Stadt zu Gericht gesessen, Gret Färerin, Bärtelli Vogts sei. Witwe, alle ihre Rechte zu den 2 Höfen zuGisingen in der Stadt, die vormals Vlin Pfister, weiland Schultheiß zu Gisingen, versetzt waren, und zuihrem Weingarten bei Engen an der Stadt gelegen, der vormals an Junker Hanns von Rischack verpfändetwar, ihrer Tochter Dorothe und deren Kindern aufgegeben habe.

Geben am nehsten fritag vor st. Niclaus tag dez hl. byschofs 1435.

Die Siegel des Ausstellers und Hainrich Sigrists verdorben.Perg. Or. Donaueschingen.