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1124.
geschrieben und in den Baum zwischen beiden Ausfertigungen zur Beglaubigung, da die Besiegelung von Pri-vaturkunden damals noch nicht üblich war, der Name des Beichenauer Abts in Maiuskel eingesetzt. Dieerhaltene Ausfertigung ist das St. Georger Exemplar; das Beichenauer, welches die untere Hälfte des Abts-namens an ihrem obern Bande gehabt hat, ist nicht mehr vorhanden.
2) Von den Zeugen sind Fridericus dux Herzog Friedrich IL von Schwaben, dux Heinricus HerzogHeinrich der Schwarze von Baiern, dux Cvnradus Herzog Konrad von Zähringen. Von den Grafen ist Adal-breht wohl der Pfalzgraf von Lauterburg, Marcwai't der Veringer, Lüdewich der Wirtenberger, Büdolf derBregenzer, Eberhart der Nellenburger, Odalrick der Gamertinger, Werinhere der Badener.
3) In Friedenweiler errichtete Abt Wernher von St. Georgen alsbald nach diesem Tausche einFrauenkloster, über dessen Gründung die Fürstenbergische Chronik des 17. Jhdts folgende Fabel erzählt:
1065. Vmb dise Zeit hat sich mit Graff Johannssen von Fürstenberg einzigen Sohn ein denckk-würdige Geschieht zugetragen. Dan als gemelter iunge Graff auff der Jagt dem wild nachgesetzt vnnd mitseinen Jägeren in einem grossen wald zu einer Capellen kommen ein halbe stund von einem Mayerhoff, Friden-weiler genant, welcher auff einer höhe gelegen, vnnd dem Gottshauß Beichenaw sampt dem selben waldaigenthumblich zugehörte, hat er gesehen, wie alles gewild sicher vnnd ohn belaidiget von den Jaghundenvmb dise Capellen ringsweiß sich gelägeret vnnd mit den forderen füssen vnnd Knyen nidergebugt vor einemVesperbild, so in der Capellen war vnnd auss dessen Angesicht ein sehr grosser Glantz herfür geschinen, daßsye alle ein grosse forcht ankommen; iiehlen auch nider auff ihre Knye vnnd befahlen sich der Mutter Gotteß.Alß aber am dritten tag der iunge Graff, denn man für todt vnnd verlohren gehalten, wider gefundenworden, hat sein Herr Vatter mit bewilligung desß Abbts in der Beichenaw ein gemaurtes schöneß Capellinbawen vnnd daß Marienbild in ein Altar fassen lassen. An dise Capellen hat hernach Wernherus Abbt zuSt. Georgen vffm Schwartzwald, (der ein Freyherr von Zimberen gewesen), auss befelch der Mutter Gotteß,vnnd des h. V. Benedicti (welche ihm daselbst erschinen vnnd auss einer todsgefahr am selbigen Orth er-lediget haben) in (sie) Benedictiner Jungfrawen Closter gestifftet, alß er den selben gantzen Bezirck sampt denzweyen Fleckhen Fridenweiler vnnd Löffingen durch einen tausch an sein Gottshauß gebracht, in dem erdem Closter Beichenaw dargegen andere seines Closters Güetter zu Teggingen Vnd Haußen eingehändigethat: Ist also dises Gottshauß Fridenweiler auss dess Klosterß St. Georgen eigenthumblichen Güettern gestifftworden; vnnd seind bey dessen wunderthättigen Mariabild so vil wunder geschehen an Presthafften Leüthen,daß vor dess Closters letsteren Brunst ein sehr grosse anzahl Kruggen vnnd andere zaichen der erlangtenGesundheit in der gnadreichen Capellen zu sehen waren; in masßen noch vmb daß Jahr 1490. ein blindeßKind alldorten sehend worden: vnnd ob zwar daß Closter etlich mahl verbrunnen, ist doch die Capellsampt dem h. Bild iederzeit vnverletzt verbliben, wie die Brandmal in der Capellen noch heutiges tagsanzeigen.
1124.
St. Peter.
86t Von den überigen dreien gebrüedern [von Zimmern] findt man im closter zu Sant Jergen und zu
Herrenzimbern in aim seer alten messbuoch: ... [Es] hat sich begeben, das herr Ludolf freiherr von Groningenauf dem Schwarzwaldt, im Brigenthal gesessen, der letst seins stamens und namens und denen freiherren vonZimbern gar nahe mit sipschaft verwant, herrn Wernhern vnd hern Eberharten [von Zimbem] beschicket hatund in ihr gegenwurtigkait sein letsten willen geordnet, under anderm dem closter zu Sant Jergen etlichehöfe, in dem Brigenthal gelegen, im zu ainer memoria und eewiger gedechtnus, die er im dahin sambt seinerbegrebtnus verordnet hat; mer schaffet derselbig herr Ludolf der freiherrschaft Zimbern seinen aignen kirchen-satz und zehenden sampt etlichen höfen zu Äsen in der Baar, dasselbig aber mit der zeit von der herschaftZimbern denen von Sunthausen zu mannlehen gemacht und hernach an die von Almanshofen komen. Dasobangezaigt geniecht geschach in gegenwurtigkait diser obgenannter zwaier freihern, herrn Wörnhers undherrn Eberharts anno domini tausendt ainhundert vierundzwainzige zu Sant Peter auf dem Schwarzwaldt.
Zimmerische Chronik, ed. Barack, 2. Auflage I, 98.