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1 (1889)
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Historisehe Wanderung durch die alte Stadt Düsseldorf.

Gesellschaft zu linden. 1691 verkaufte Freifrau vonVirmund zu Neersen dieses ihr Haus an den Lic. jurisAdam Esch und seine Frau Helena Moni; die JufferEsch verpachtete es 1714 an Degenhart BertramFreiherrn von Spee mit Haus, Hof, Stallung undGarten auf 12 Jahre für 250 Rthlr. jährlich. Späterhin kames an die Eheleute Coustol, welche es 1786 verpfändeten.Damals schon war es zu einem Gasthof unter dem Namen„Hof von Holland" umgewandelt worden. Wie es ehe-dem Wohn-, so blieb es jetzt Gasthaus hoher, ja höchsterPersonen, Könige und Kaiser wählten es zum Absteige-quartier. Düsseldorf war damals nicht wie heute derKnotenpunkt verschiedener Eisenbahnen, im Gegentheileinzig und allein auf Chauseen und den Rheinweg an-gewiesen. Beide' Wege, die auf dem Landwege nachParis und dem Norden, zu Wasser nach Cöln und denNiederlanden führten, brachten der Stadt eine MengePassanten, darunter viele, die in den warmen Thermenvon Spaa Heilung suchten. Eine Reihe von solchen Aller-höchsten Besuchen wollen wir hier nach den „Gülich-Bergisehen Wöchentlichen Nachrichten" mittheilen.

Zuerst ist es der König von Schweden, von demwir wissen, dass er Düsseldorf besuchte und im „Hof vonHolland" abstieg: „Heute, am 13. Juli 1780, früh 2 Uhr,trafen Se. Königl. Schwedische Majestät unter dem Nameneines Grafen von Löwenhaubt hier ein und stiegen indem Gasthof von Holland ab. Nach 10 Uhr besahenAllerhöchst dieselben die Gallerie, Avoselbsten Sie ohn-gefehr 2 Stunden verweilten, von da aber sogleich dieReise nach Aachen und Spaa fortsetzten."

Zwei Jahre später und zwar am 25. Juli 1782 langtePaul von Russland hieran. Das genannte Blatt erzähltuns darüber wie folgt:

„Gestern hatten wir das Glück, die gräflich NordischenHerrschaften in unseren Mauern zu sehen. Die Ankunftwar zwischen 4 und 5 Uhren Nachmittags, und zwarohne einiges Ceremoniel, indem die sonst übliche Ehren-Bezeigungen von Höchst denenselben verbeten worden.Das Absteig-Quartier war der berühmte grosse Gasthofzum Hof von Holland, woselbst Höchstgedachte Herr-schaften eine kurze Zeit verweilten, die hiesige kurfürst-liche Gallerie besuchten und diesem nach in gedachtemGasthof übernachteten. Höchstdieselbe haben heuteMorgen um 5 Uhren hiesige Stadt verlassen und ihreReise auf Coblenz fortgesetzet. Die Menge der durchdas Verlangen diese hohen Herrschaften zu sehen hiehingekommener Fremden und Nachbaren war so gros, dass