Historische Wanderung durch die alte Stadt Düsseldori
il
genannt
Carl Hedderich und seiner Frau Anna Margaretha Jobswar. 1804 verpfänden die Eheleute Joseph Peters undElisabeth Hedderich ihren Antheil an dem Hause.
Das Haus Nr. 32 verpfändete 1764 Johann JonasSchlömer, 1774 die Wittwe Schmidt; es hiess das„Paushaus". Seine Lage ist als neben der Stadt Venlound Paul Schlömers Haus bezeichnet.
Nr. 34 ist das eben genannte, 1764 im Besitz vonPaul Schlömer befindliche Haus, das auch Brühls Hauswurde.
Wir wären nunmehr zum letzten Hause der Ritter-strasse, welches mit Nr. 36 bezeichnet ist, gelangt. Esträgt eingeankert die Jahreszahl 1695. Wenn wir der1747 bei Tilmann Liborius Stahl gedruckten interessantenBeschreibung der zu Ehren des Herzogs Carl TheodorAnno 1746 hier in Düsseldorf abgehaltenen Festlichkeitenglauben dürfen, gehörte das Haus damals dem Rath undReferendar Johann Anton Gesser.
Nachdem erzählt worden, dass die sämmtlichen Häuserder Ritterstrasse „mit Fackeln, Lampions, brennendenVasen und andern unzähligen Kunst-und Freudenflammengleichsam zu einem Zeughause des spielenden Feuer-Elementes geworden" waren, heisst es weiter: „So langedie Augen und das Gemüth in Betrachtung dieser Vor-
würfen beschäftigt waren,
glaubte
man, es hätte zu einer
vergnügenden Ansicht in der vulkanischen Werkstatt nichtsmehr übrig seyn können. Allein diese Meinung Avährtenicht lange, als bis man der am Ende gemelter Ritter-strassen gelegener Behausungen des Herrn Raths undReferendarii Gesser ansichtig wurde; als woran der Be-sitzer alles, was die Feuer-, Bau- und Malerkunst mög-licher Massen nur vorzubringen gewusst, anzubringen sichäusserst bestrebt hatte. Die ganze Wohnbehausung wurdevon einer weiss- und blaufarbigten Facciata mit Pflastern,Gesimsen und andern Baustücken dergestalt bedeckt, dassfast nichts mehr davon zu sehen war. Der Eingang warmit Bandelwerk eingefasset und oben demselben befandensich mit schönsten und feinsten Farben künstlich undfleissigst ausgearbeitet, und mit Rocaille oder Muschel-werk gezierte Gemälde, in deren Mitte sich die HöchsteChurfürstliche Bildnissen unter einem von Engeln gehal-tenen Thronhimmel zeigeten."
Weiter noch werden die einzelnen Tableaus und dieInschriften mitgetheilt, doch genug davon.
Unser Haus gehört 1798 dem Freiherrn von Collen-bach, und war bis vor Kurzem Eigenthum des RentnersEugen von Bouverot.
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