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Die ältesten Verzeichnisse der Einkünfte des Münsterschen Domkapitels
Entstehung
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Das älteste vorhandene Verzeichnis der Güter bez. Ein-künfte des Münsterschen Domkapitels ist uns in mehrerenHandschriften des 14. uud 15. Jahrhunderts erhalten.

a) Eine Pergamenthandschrift, in dicke, mit gepresstemLeder überzogene und je mit 5 Hornplatten belegte Holzdeckelgebunden, befand sich einst in der Nünningschen Bibliothekund ist mit dieser in den Besitz des Rittmeisters a. D. E. vonZurmühlen in Münster übergegangen. Die Abfassimg undNiederschrift des Textes ist von Nünning, einer Randbemer-kung von seiner Hand zufolge, in das Jahr 1291 gesetzt,fällt aber kurz nach 1336. Es heisst fol. l b , die Kirche inBocholt sei jüngst (modo) in 2 Pfarrkirchen getheilt; dasgeschah aber 1310 x ). Wenn dann fol. 7 a in einem von jün-gerer Hand stammenden Zusätze das Jahr 1317 als dasjenigegenannt wird, worin die Entscheidung betreffs eines auf dasvorher genannte Amt bezüglichen Streites getroffen sei, so lagdamals der ursprüngliche Text der Handschrift nicht schonvor, sondern es ist der Zusatz nur eine zur Orientirung nach-träglich eingetragene Notiz; das beweiset die Thatsache, dassim ursprünglichen Texte fol. 7 b ff. schon die 1336 aus ver-schiedenen kleinen Obedienzen gebildeten 5 neuen Obedienzen 2 )sich finden. Da diese aber als noviter ordinatae bezeichnetwerden, so fällt die Abfassung des Buches bald nach jenerZeit 8 ). Allerdings wird Rheine (Rene), welches 1327 Stadt-

1) Mesert Münst. TJrk. B. I 1. S. 407.2) S. Niesert Münst. Urk.Samml. VII. Nr. 59. 3) Vgl. unten Anm. zu a fol. 5 a , woraus aber dieAbfassung vor Ende 1351 nicht sicher zu schliessen ist, da auch diespäteren Codd. den gleichen Text bieten. Der Verfasser kennt nachfol. 22 b nur ein Lünen; (Neu)-Lünen wurde aber gegen 1340 gegrün-det. Pol. 23 a wird in einem von anderer Hd. stammenden ZusätzeBemfridi nunc plebani in Bene gedacht; da nun Eemfrid c. 135060

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