Yorwort.
Musste der jetzige Archivrat n. Geheime Staats-archivar Dr. jur. E. Friedländer, welcher 1872, veran-lasst vom Geheimen Archivrate Dr. E. Wilmans, mitstaatlicher Unterstützung das erste Bändchen des Codextraditionum Westfalicarum herausgab, wegen seiner Ver-setzung nach Aurich auf die Fortsetzung dieses Werkesverzichten, so hoffte er doch, wie er im Vorworte zuBd. I sagt, dass die weiteren Hefte in nicht zu fernerZeit ihren Herausgeher finden würden. Je länger dieFortführung seitdem geruht hat, um so rascher soll dasWerk nunmehr gefördert werden, da neben der Fort-setzung des Westfälischen Urkundenbuches die Heraus-gabe der Güter- u. Heberegister sich mehr u. mehr alsdringlich erweiset, wenn anders der Aufbau der GeschichteWestfalens nicht eines sicheren Fundaments entbehrensoll. Ist doch bei der Art in Einzelgehöften zu woh-nen, wie sie der Taciteischen Zeichnung gemäss nochjetzt eigenartig grade in Westfalen sich erhalten hat,die Geschichte Westfalens vorwiegend eine Geschichteder Höfe, zumal zu einer Zeit, wo nur; der Adel, nichtaber schon das Bürgertum vom Bauernstande sich ge-sondert hatte und die heutigen Städte kaum entstanden,geschweige denn zu ihrer späteren Entwicklung u. Be-