Druckschrift 
Die ältesten Verzeichnisse der Einkünfte des Münsterschen Domkapitels
Entstehung
Seite
VI
Einzelbild herunterladen
 

,,,,..

VI

deutung gelangt waren. Ueber die Höfe aber, ihre Ver-hältnisse u. Stellung zu den Grossgrundbesitzern seitder Stauferzeit, zu den kirchlichen Stiftern u. dem Adel,geben die ältesten Heberollen die eingehendste Auskunft;erst mit deren vollständiger Veröffentlichung, mit dergenauen Kenntnis u. kartographischen Darstellung dergrossen Grundholdenbezirke der Stifter u. Klöster u. ihrerBestandteile wird die alte Topographie Westfalens imweiteren Umfange, die Kenntnis von Land u. Leuten,die Kenntnis der Grundbesitzverhältnisse, der Bodenbe-schaffenheit, der Landeskulturverhältnisse festeren Grundu. Boden u. damit die Landesgeschichte die richtige,volle Unterlage gewinnen. Von diesen Gesichtspunktenaus veranlasste der zeitige Direktor des Vereins für Ge-schichte u. Altertumskunde Westfalens, Domkapitular u.Geistl. Rat Tibus, mich zur Fortsetzung des Friedlän-der'schen Werkes. Geheimrat Dr. Friedländer, an denich mich dann um die Erlaubnis zugleich, die von ihmangefertigten Abschriften (vgl. Bd. I Vorw. S. 7) be-nutzen zu dürfen, wandte, schrieb mir umgehend: Waskönnte ich lieber sehen, als dass der Codex trad. Westf.,an dem ich aus wahrer Neigung gearbeitet habe, nunvon Ihnen fortgesetzt wird! und gab mit Freuden, so-weit es von ihm abhing, seine Zustimmung zu der er-betenen Benutzung. Der Vorstand des WestfälischenAltertumsvereins aber übertrug mir auf den Antrag sei-nes oben genannten Direktors die Bearbeitung des Codex,indem er die Kosten der Herausgabe übernahm.

In Abweichung von dem Friedländer'schen Planesind zunächst in dem vorliegenden 2. Bande dieältesten Verzeichnisse der Einkünfte des lünsterschen Dom-kapitels mitgeteilt, da diese wegen des Alters, der

IHM