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ten Doppelstücke zur Verfügung. So war es möglich, 180 Dissertationen für die Auf-nahme in die Essener Bibliographie zu beschaffen.
Für den ersten Band dieser Bibliographie war die Auswertung der Essener Zei-tungsbestände, die den Krieg mit geringen Verlusten überstanden hatten, eine loh-nende Aufgabe. Die Durchsicht nach Aufsätzen und Darstellungen aus allen Berei-chen eines kommunalen Gemeinwesens war eine zeitraubende und physischanstrengende Arbeit. Viele hunderttausend Seiten mußten umgeblättert, angelesenund ausgewertet werden. Für das Einkleben dieser fotokopierten Artikel in großeQuart-und Foliobände stand eine Hilfskraft zur Verfügung.
Diese Zeitungsausschnittsammlung umfaßt 85 Bände mit mehr als 10 500 Seitenund kann nur in den Räumen der Stadtbibliothek benutzt werden. Für die „EssenerBibliographie" wurden nachstehende Schrifttumsgruppen erfaßt: Monographien,Sammelwerke, Zeitschriften, Zeitschriftenaufsätze, Zeitungsaufsätze, Kapitel ausMonographien und Zeitschriftenaufsätzen, Referate, Referate über Vorträge, die imWortlaut nicht mehr erhalten sind, und Rezensionen.
Im Ablauf der Arbeit stellte sich heraus, daß ein Teil der Literatur über Essen zwarfestzustellen, aber nicht mehr zu beschaffen war Neben einigen Schriften aus dem18. und 19. Jahrhundert sind es Zeitschriftenaufsätze vor allem aus der Zeit nachdem letzten Weltkrieg, die zwar dem Titel nach bekannt sind, aber in keiner deut-schen Bibliothek zu ermitteln waren. Es handelt sich um etwa 70 Titel.
Aus raumtechnischen Gründen enthält der erste Band dieser Bibliographie keinSchlag- und Stichwortverzeichnis.
Das Schlag- und Stichwortverzeichnis des zweiten Bandes gilt auch für den erstenBand, weil beide Bände durch eine besondere Synthese verbunden sind.
Weil die systematischen Hauptgruppen, zum Teil auch bis in kleinere Gliederungen,die gleichen geblieben sind, finden sich im zweiten Band zahlreiche Hinweise, daßim ersten Band zum gleichen Thema weitere Veröffentlichungen erschienen sindmit genauer Angabe der Fundstelle.
Eine vollständige Bibliographie, vor allem mit regionalem Akzent, kann es bei derVielfalt der Erscheinungsformen des gedruckten Wortes nie geben. Deshalb gehtman in bibliographischen Fachkreisen davon aus, eine Bibliographie als vollständigzu bezeichnen, wenn 90 Prozent des möglichen oder wahrscheinlichen Schrifttumsbibliographisch erfaßt wurden.
Diese „Essener Bibliographie" enthält in zwei Bänden mehr als 50 000 Titel aus derZeit von 1572 bis 1968 und kann in vorgenanntem Sinne als vollständig bezeichnetwerden.
Dreißig Jahre, von 1956 bis 1986, währte die Arbeit an dieser Bibliographie. WeitereArbeiten fast dreißig Jahre zuvor im Weinberg der Essener Geschichte gaben dasFundament.
Deshalb kann von einer sogenannten „fleißigen Arbeit" nicht die Rede sein; dafürwar die Auswertung des gesuchten, entdeckten und gefundenen Materials zu diffe-renziert. Es gehörte schon Spürsinn dazu und eine fast archäologische Klein- und