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Feinarbeit, um die erschlossenen literarischen Möglichkeiten für die EssenerGeschichtsschreibung nutzbar zu machen. Seit dem Beginn der Arbeit an der„Essener Bibliographie" im Jahre 1956 hat die Sammlung, Sichtung und vor allemdie bibliographische und die ebenso unerläßliche bibliothekarische Bearbeitung inden Händen eines einzigen Bibliothekars gelegen. Man kann deshalb von einem„Einmannunternehmen" sprechen, eine Gegebenheit, die für die homogene Gestal-tung der „Essener Bibliographie" Vorzüge hat, die aber auch Unebenheiten mit sichbringen kann, über die eine kritische Nachwelt zu befinden hat.
Rationelle Arbeitsmethoden, eine fast 60jährige Arbeit im Weinberg der EssenerGeschichte und die Liebe des gebürtigen Essener Historikers zu seiner Vaterstadthaben es möglich gemacht, diese Arbeit im Alleingang zu bewältigen. Mit Zufrie-denheit und Freude hat der Autor erlebt, wie sich Steinchen um Steinchen zu einemMosaik der Essener Geschichte zusammengefügt haben.
Wilhelm Hansen, der Herausgeber der „Lippischen Bibliographie", schreibt in sei-nem Vorwort:
„Wer eine Bibliographie zu unternehmen wagt - und sie bleibt im Hinblick auf dasfast unerreichbare Ideal wissenschaftlicher Vollständigkeit immer ein Wagnis - mußsich dessen bewußt sein, daß er nur anderen dienen will."
Sein Vorwort schließt Hansen mit Ausführungen von J. Müller-Marein, die am28. März 1957 in „Die Zeit" veröffentlicht wurden, und die auch für die Arbeit an derEssener Bibliographie ihre Geltung haben:
„Das sind die Bibliographen, deren Kärrnerarbeit einen Lohn hat: ihr scheinbarphantasieloses Werk regt Deutungen und Interpretationen, regt die Phantasie an.Aber wenn die Deutungen, die so oft das Merkmal des Zeitgeistes und also des Ver-gänglichen tragen, längst verblaßt sind, bleibt ihre, der Bibliographen Arbeit, dochunangetastet stehen - für neue Deutungen."
Dr. Wilhelm Sellmann
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