Ül i
1 ^
P"
ffifSpl
9@ü
aa
ieiäi
62
Heinrich Schreiber
nötigen Werke aufgestellt würde, nach der sich auch die wenigererfahrenen Bibliotheken im Rahmen ihrer Bestände und ihrerbesonderen Aufgaben richten könnten. In den größeren Biblio-theken wird man, soweit es sich räumlich einteilen läßt, mehr undmehr Sonderbenutzungsräume einrichten, in denen neben denHandschriften auch die übrigen wertvolleren Bestände zur Ver-fügung gestellt werden: Inkunabeln, sonstige alte Drucke, Ein-bände usw.; es sei nur auf die vorbildliche Einrichtung in derumgebauten Bibliothek der Universität Prag im Clementinum
erinnert.
*
Auch ohne daß solche "Wünsche noch weiter ausgeführt, an-dere angeschlossen werden, ist deutlich, welche Fülle von Auf-gaben den Verwaltern handschriftlicher Schätze in den Biblio-theken bevorstehen, wenn sie die Erschließung dieser Schätzetatkäftig fördern wollen. Daß es an Versuchen zur Lösungdieser Aufgaben bisher nicht gefehlt hat und weiterhin nichtfehlen wird, kann nach den beigebrachten Tatsachen nichtzweifelhaft sein. Die Frage, die für die vorausgehenden Betrach-tungen der Anlaß war, galt aber weniger den Aufgaben über-haupt, als den Wegen, auf denen sie in einer für die Gesamtheitvorteilhaften Weise gelöst werden könnten. Dabei war manchealte Anregung aufzunehmen, mancher Einzelvorschlag in eingrößeres Gesamtprogramm zur Handschriftenerschließung ein-zuordnen. Ein solcher Gesamtplan wird in Zukunft im Vorder-grund stehen müssen, wo immer von Maßnahmen zur besserenAusschöpfung des handschriftlichen Erbes aus der Vergangen-heit die Rede sein wird. Die Pläne sind nicht derart, daß sie ineiner Zeit unzureichender Kulturetats nicht auszuführen wären,sie wollen gerade die wenigen Mittel möglichst nutzbringendverwenden. Es wird Handwerkszeug des Forschers sein, dasauf diese Weise geschaffen wird. Für eine dem Wert der hand-schriftlichen Schätze entsprechende luxuriöse Auswertung wirdman wohl noch einige Jahrzehnte warten müssen und können.Die Vorschläge stellen das Nötigste dar, was getan werden muß,soll die Aufbewahrung des Gutes aus der Vergangenheit in denBibliotheken eine innere Berechtigung behalten. Es wird dabeivieles abfallen, das für spätere selbständige Behandlung aufzu-bewahren ist; auch die sorgfältigste Katalogisierung macht