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Bibliothekarische Aufgaben zur Handschriftenerschliessung
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Bibliothekarische Aufgaben zur Handschriftenerschließung

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die wissenschaftliche Hilfsbereitschaft hinaus daran interessiertwären, sondern auch über diejenigen, die generell andere Re-gelungen getroffen haben (Übereinkommen mit anderen Biblio-theken oder mit privaten Firmen), deren Bekanntgabe nicht oftgenug wiederholt werden kann. Ob damit gleichzeitig eine diePhotographien vermittelnde Zentralstelle 94 geschaffen werdenkann, ist freilich nicht ohne eingehende vorherige Erörterungzu sagen; die Sympathie, mit der seiner Zeit eine solche Anregungaufgenommen worden ist, darf nicht zu vorzeitigen optimi-stischen Schlüssen verleiten. Die Photographie soll die Versen-dung des kostbaren Handschriftengutes ersparen; nur für dieVereinfachung des Bestell- und Rechnungswesens könnte eineZentrale Dienste leisten; um selbst die Aufnahmen herzustellenaber käme sie nur dann in Betracht, wenn man zwischen derUnmöglichkeit des Photographierens und der Bemühung einersolchen Zentrale zu wählen hätte.

Weit wertvoller wäre eine solche Zentrale für die Aufbe-wahrung und Inventarisierung abgelegter Photographien oderauch von zusätzlichen Kopien, die mit den bestellten Aufnahmengleichzeitig (auf Kosten des Bestellers?) hergestellt würden.Die Aufgabe würde sich dann aufs engste mit dem berühren,was über die Bibliotheken als Aufbewahrungsstätten für Codicessimulati im weitesten Sinne und über deren Verzeichnung obengesagt worden ist. Die Vorzüge gegenüber der dort erörtertenRegelung fallen sofort in die Augen: an einer Bibliothek, diedas Original besitzt, kann man die Photographie entbehren;für alle diejenigen, die mit Photographien arbeiten wollen undkönnen, ist es das einfachste, wenn sie ein für allemal die Stellekennen, an die sie sich wenden müssen; das Zusammenströmender Photographien aus allen Richtungen an diesen Mittelpunktgibt der Benutzung von Photographien anstatt der Originaleneuen Antrieb; in dem Vorhandensein einer anerkannten undvon Anfang an gut ausgestatteten Photographien-Zentrale liegteine nicht zu unterschätzende Ermunterung an die Gelehrten,nicht mehr benötigte Photographien dorthin zu geben, statt sieeinem ungewissen Zukunftsschicksal auszuliefern. Es bestehenauch auf diesem Gebiet schon einige Erfahrungen und es ist

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Anregung von A. Rüstow bei 0. Stählin, Editionstechnik, 1914, S. 27 f.

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